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Technologie

Indiens Online-Händler kämpfen mit steigenden Kosten vor der Hochsaison

Neue Strafgebühren und geänderte Preismodelle von Amazon und Flipkart setzen die Margen indischer Online-Händler kurz vor der umsatzstärksten Zeit des Jahres unter Druck.

27. Oktober 2026
Indiens Online-Händler kämpfen mit steigenden Kosten vor der Hochsaison

Die indische E-Commerce-Branche sieht sich mit veränderten Rahmenbedingungen konfrontiert, da die führenden Marktplätze Flipkart und Amazon ihre Gebührenstrukturen für Verkäufer angepasst haben. Die neuen Regelungen betreffen vor allem Strafzahlungen bei Lieferverzögerungen und Stornierungen sowie generelle Gebührenerhöhungen.

Flipkart erhebt nun eine Pauschalgebühr von 90 Rupien bei versäumten Lieferfristen. Amazon hat seine Stornierungsgebühren von einer kategoriebasierten Struktur auf einen prozentualen Anteil des Warenwerts umgestellt, was besonders Händler von Elektronik und hochpreisigen Gütern belastet. Amazon betont, dass diese Gebühren nur bei vom Verkäufer initiierten Stornierungen greifen.

Branchenvertreter der Organisation FIRST INDIA kritisieren, dass die Strafmechanismen oft Händler treffen, die nicht für Lieferverzögerungen verantwortlich sind, etwa wenn Logistikpartner Termine nicht einhalten. Zudem belasten allgemein gestiegene Produktions- und Energiekosten die Rentabilität vieler kleinerer Unternehmen.

Obwohl Prognosen für den indischen E-Commerce-Markt bis 2026 ein starkes Wachstum vorhersagen, weisen Experten darauf hin, dass diese Zahlen die steigenden operativen Lasten der Händler kaum abbilden. Diese Kostenstruktur könnte die Flexibilität von Anbietern in der kommenden Hochsaison deutlich einschränken.

Originalquelle: inc42.com