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Professionelle Dienstleistungen

Ökonom: KI bedroht andere Berufe als erwartet

Neue Analyse zeigt: Management- und technische Berufe wachsen, während Büropersonal und Kundendienst schnell schrumpfen.

21. Juli 2026
Ökonom: KI bedroht andere Berufe als erwartet

Berufsfelder im Management, Ingenieurwesen, in der Wissenschaft und im Rechtswesen, die bisher als besonders anfällig für künstliche Intelligenz (KI) galten, sind in den letzten zwei Jahren weiter gewachsen, teilweise sogar beschleunigt. Eine neue Analyse des Ökonomen Gad Levanon auf Basis von Regierungsdaten zur Beschäftigung stellt frühere Prognosen in Frage.

Levanons Untersuchung ergab unerwartet, dass jene Berufsgruppen, die nicht als besonders KI-gefährdet eingestuft wurden, am schnellsten rückläufig sind. Dazu zählen beispielsweise Sachbearbeiter, Buchhalter und Mitarbeiter im Kundenservice.

Um sicherzustellen, dass der Rückgang in den kaufmännischen Berufen nicht einfach auf schrumpfende Branchen zurückzuführen war, verglich Levanon das Wachstum jedes Berufs mit dem Durchschnittswachstum der Branchen, in denen er angesiedelt ist. Dies isolierte die berufsbedingte Entwicklung von externen Branchenfaktoren.

Das Ergebnis war eindeutig: Kaufmännische Tätigkeiten schrumpfen nicht, weil sie zufällig in einer schwächelnden Branche angesiedelt sind. Sie schrumpfen in Sektoren, in denen Managementpositionen wachsen. "Es gibt einen Unterschied zwischen den Aufgaben, die ein Profi erledigt, und der Verantwortung, die mit diesen Aufgaben verbunden ist", sagt Rudy DeFelice, Executive Vice President und globaler Leiter der KI-Strategie bei Harbor Global. "KI automatisiert derzeit Teile dieser Arbeitsplätze, aber nicht die damit verbundene Verantwortung."

Originalquelle: inc.com