Bildungsberaterin wegen Löschens von Studienplatzbewerbungen zu Haftstrafe verurteilt
Eine chinesische Bildungsberaterin wurde zu acht Monaten Gefängnis verurteilt, nachdem sie aus Verärgerung absichtlich die Bewerbungsunterlagen eines Studenten gelöscht hatte.

Eine Bildungsberaterin in China ist zu acht Monaten Gefängnis verurteilt worden, nachdem sie aus Verärgerung absichtlich die Bewerbungen eines Studenten für die Universität gelöscht hatte. Der Vorfall in der Provinz Sichuan verdeutlicht Schwachstellen in digitalen Systemen im Bildungssektor.
Der Fall ereignete sich im Juli 2025. Ein Student namens Xiaoming (Pseudonym) war berechtigt, für ein Studium an einer Universität zugelassen zu werden. Xiaomings Vater beauftragte eine Mitarbeiterin einer lokalen Bildungsberatungsfirma, Liu Moumou, mit der Unterstützung bei der Bewerbung. Nachdem jedoch keine Einigung über die Gebühren erzielt wurde, entschied sich Xiaomings Familie für einen anderen Dienstleister.
Liu Moumou, die sich hintergangen fühlte, verschaffte sich unbefugten Zugang zum Bewerbungssystem der Sichuan Provincial Education Examinations Authority und löschte alle eingereichten Bewerbungen von Xiaoming für den grundständigen Studiengang. Diese Handlung führte dazu, dass Xiaoming die Möglichkeit verpasste, in dieser Bewerbungsrunde zugelassen zu werden.
Das Volksgericht Xuanhan wertete die Tat als Beschädigung eines Computersystems. Das Gericht stellte fest, dass das Löschen der Daten des Studenten schwerwiegende Folgen hatte und eine Zulassung verhinderte. Liu Moumou wurde daraufhin zu einer Haftstrafe von acht Monaten verurteilt.