eGain und Deloitte: Studie warnt vor 9-Billionen-Dollar-Wissensverlust
Eine neue gemeinsame Studie von eGain und Deloitte warnt vor einem drohenden Wissensverlust von 9 Billionen Dollar durch die Pensionierung der Babyboomer-Generation. 92 % der Unternehmen erfassen das Wissen scheidender Mitarbeiter nicht.
Das Softwareunternehmen eGain und die Beratungsfirma Deloitte haben eine gemeinsame Studie veröffentlicht, die sich mit einer wachsenden Wissenskrise in Unternehmen befasst. Auslöser ist die massenhafte Pensionierung der Babyboomer-Generation.
Der Bericht mit dem Titel "Der 9-Billionen-Dollar-Wissensexodus: Wie Unternehmen die Pensionierung der Babyboomer in einen Wettbewerbsvorteil verwandeln können" prognostiziert Produktivitätsverluste zwischen 6,9 und 9,6 Billionen US-Dollar. Besorgniserregend ist, dass 92 % der befragten Unternehmen das Wissen ausscheidender Mitarbeiter nicht systematisch sichern.
Die Studie schlägt einen fünfstufigen Prozess zur systematischen Erfassung, Strukturierung und Bereitstellung von institutionellem Wissen vor. Ziel ist es, die Risiken der Pensionierungswelle in einen strategischen Vorteil für Unternehmen umzuwandeln.
Praxisbeispiele in der Studie zeigen erfolgreiche Ansätze. Ein führender europäischer Telekommunikationsanbieter verbesserte seinen Kundenservice durch die Konsolidierung von Wissensspeichern erheblich. Eine große Fluggesellschaft konnte die Effizienz der Wissenserfassung ebenfalls deutlich steigern.