Environmental Investigation Agency fordert strengere Kontrollen im Wildtierhandel
Die Environmental Investigation Agency drängt beim 81. CITES-Treffen in Genf auf eine Verschärfung der Auflagen für den internationalen Handel mit geschützten Arten.

Die Environmental Investigation Agency (EIA) nimmt an der 81. Sitzung des CITES-Ständigen Ausschusses teil, die vom 2. bis 6. November 2026 in Genf stattfindet. Im Mittelpunkt stehen Forderungen nach einer effektiveren Durchsetzung von Schutzmaßnahmen für asiatische Großkatzen, Elefanten, Nashörner und den Vaquita-Schweinswal.
Die Organisation lehnt eine Aufhebung der geltenden Handelssanktionen gegen Laos ab. Nach Ansicht der EIA gibt es keine Anzeichen für eine ausreichende Bekämpfung organisierter Handelsnetzwerke oder eine wirksame Regulierung der Tigerfarmen in der Region. EIA fordert stattdessen eine detaillierte Aufarbeitung der Lieferketten sowie Sanktionen gegen involvierte Unternehmen.
Ein weiteres Anliegen ist die Verbesserung der Datenlage bei Elfenbeinsicherstellungen. Seit 2023 wurden in 15 großen Fällen über 21 Tonnen Elfenbein beschlagnahmt, was laut EIA eine bessere oversight-Struktur erfordert. Zudem drängt die Organisation auf sofortige Handelsbeschränkungen gegen Mexiko, da der Schutzplan für den Vaquita-Schweinswal bisher nicht in vollem Umfang umgesetzt wurde.
Abschließend mahnt die EIA eine systematische Überprüfung der Haltung von Tigern in Gefangenschaft an, um sicherzustellen, dass diese ausschließlich dem Artenschutz dient und nicht als Tarnung für den illegalen Handel mit Körperteilen missbraucht wird.