EIB finanziert Alperias Energieinfrastruktur-Modernisierung mit bis zu 345 Millionen Euro
Die Europäische Investitionsbank (EIB) hat Alperia bis zu 345 Millionen Euro als Darlehen für nachhaltige Energie- und Infrastrukturprojekte in Südtirol zugesagt. Eine erste Tranche von 200 Millionen Euro wurde am 1. Juli 2026 unterzeichnet.

Die Europäische Investitionsbank (EIB) stellt Alperia bis zu 345 Millionen Euro zur Verfügung, um ein umfassendes Investitionsprogramm zur Stärkung der nachhaltigen Energieinfrastruktur in Südtirol zu unterstützen. Der Schwerpunkt liegt auf der Modernisierung von Wasserkraftwerken, dem Ausbau von Stromnetzen, der Erweiterung der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge und dem Ausbau von Fernwärmesystemen.
Das Programm zielt darauf ab, die Emissionen von Kohlendioxid und Luftschadstoffen zu senken und gleichzeitig die Widerstandsfähigkeit, Sicherheit und Zuverlässigkeit der Energieversorgung in der Region zu verbessern. Ein wesentlicher Teil der Investitionen fließt in die Sanierung großer Wasserkraftanlagen, die jährlich über 3.000 GWh Strom erzeugen, was dem Verbrauch von etwa 1,16 Millionen italienischen Haushalten entspricht.
Alperia wird die Finanzierung auch nutzen, um sein Stromverteilungsnetz zu modernisieren. Die geplanten Verbesserungen sollen eine zusätzliche Stromnachfrage von rund 140 GWh decken und die Installation von etwa 400 Ladestationen für Elektrofahrzeuge ermöglichen. Die Erweiterung der Fernwärmeinfrastruktur wird über 200 zusätzliche Gebäude anschließen, was zu einer effizienteren Wärmeversorgung und geringeren lokalen Emissionen beiträgt.
EIB-Generaldirektor Jean-Christophe Laloux betonte die Bedeutung von Investitionen zur Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks von Energieversorgern und zur Gewährleistung sichererer, resilienterer Systeme. Alperias CEO Luis Amort fügte hinzu, dass die Finanzierung eine wichtige Bestätigung der Rolle des Unternehmens bei der Entwicklung einer effizienten, sicheren und nachhaltigen Energieinfrastruktur für die Region darstellt.