Hilfsorganisationen fordern Nachbesserungen bei Notfallreform
Acht führende Hilfsorganisationen und Luftrettungsdienste in Deutschland bekräftigen ihre Forderungen nach Überarbeitung der geplanten Notfallreform. Kernpunkte sind eine verlässliche Finanzierung und eine Mitsprache bei zukünftigen Entscheidungen.
Acht bedeutende deutsche Hilfs- und Luftrettungsorganisationen, darunter Malteser Hilfsdienst, DRF Luftrettung und ADAC Luftrettung, gemeinsam mit dem Deutschen Feuerwehrverband, haben erneut ihre Forderungen nach Korrekturen an der geplanten Notfallreform bekräftigt. Die Organisationen versammelten sich vor dem Brandenburger Tor in Berlin, um ihre Anliegen und Forderungen an die Bundespolitik zu verdeutlichen, wobei sie besonderen Wert auf stabile Finanzierung und Mitspracherecht legen.
Hintergrund der Aktion ist die geplante umfassende Reform der Notfallversorgung in Deutschland. Die Organisationen begrüßen grundsätzlich die Ziele der Reform, kritisieren jedoch zwei wesentliche Punkte. Zum einen fordern sie klare gesetzliche Regelungen für die Finanzierung der Notfallrettung, die den besonderen Anforderungen dieser Dienste gerecht werden. Zum anderen verlangen sie eine angemessene, stimmberechtigte Beteiligung an dem geplanten bundesweiten Fachgremium, das zukünftig Empfehlungen für die Notfallrettung entwickeln soll.
Aus Sicht der Organisationen kann ein jederzeit einsatzbereiter Rettungsdienst, der hohe Qualitätsstandards erfüllt und ausreichend Fachkräfte gewinnt, nur durch eine verlässliche Finanzierung und die Einbeziehung der operativ tätigen Personen in politische Entscheidungsprozesse aufrechterhalten werden. Die gemeinsame Aktion soll die Notwendigkeit unterstreichen, die Reform in enger Zusammenarbeit weiterzuentwickeln.
An der Aktion beteiligten sich neben dem Deutschen Feuerwehrverband die ADAC-Luftrettung, der Arbeiter-Samariter-Bund, die Arbeitsgemeinschaft der Leiterinnen und Leiter der Berufsfeuerwehren, die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft, das Deutsche Rote Kreuz, die DRF Luftrettung und die Johanniter-Unfall-Hilfe. Unterstützt wurden die Forderungen auch vom Deutschen Städtetag und dem Deutschen Landkreistag.