Empa-Forscher untersuchen Metallkorrosion zur Verbesserung der Gebäudestandards
Empa-Forscher untersuchen Ursachen und Entwicklung von Metallkorrosion an Gebäuden und Kulturgütern. Ziel sind haltbarere Schutzstrategien zur Minimierung von Materialverlusten.

Forscher der Empa analysieren die Korrosion von Metallbauteilen und entwickeln wirtschaftlichere sowie nachhaltigere Methoden zum Schutz von Bauwerken vor langfristigen Umweltschäden.
Obwohl die Korrosion seit den 1980er Jahren signifikant zurückgegangen ist, stellt sie weiterhin eine erhebliche technische, ökologische und wirtschaftliche Herausforderung dar. Weltweit gehen im Sekundentakt mehrere Tonnen Stahl durch Korrosion verloren, die geschätzten Kosten belaufen sich auf 3 bis 4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts industrialisierter Länder.
Empa-Forscher Ulrik Hans liefert Daten zur Korrosionsrate an das internationale Programm 'International Co-operative Programme on Effects on Materials' (ICP Materials) mit über 60 Standorten. In Zusammenarbeit mit dem Schweizer Bundesamt für Umwelt werden standardisierte Metallproben, darunter wetterfester Stahl und recycelbares Titanzink, eingesetzt.
Langzeitmessungen zeigen deutliche Verbesserungen, die teilweise auf die stark reduzierte Schwefeldioxidbelastung zurückzuführen sind. Zukünftige Risiken durch Ozon, Feinstaub, Stickoxide, flüchtige Kohlenwasserstoffe und den Klimawandel werden jedoch von den Forschern als relevant erachtet. Empa nutzt fortgeschrittene Mikroskopie- und Spektroskopieverfahren zur Verbesserung von Korrosionsprognosen, während ICP Materials 26 UNESCO-Welterbestätten überwacht, um Risiken zu bewerten und Erhaltungsarbeiten zu leiten.