Mitarbeiterzufriedenheit steigt nach Tiefstständen, Umfrage zeigt
Eine neue Umfrage zeigt, dass die Mitarbeitermoral nach Erreichen von Allzeittiefs wieder steigt. Der Employee Net Promoter Score (eNPS) erhöhte sich im ersten Halbjahr 2024 auf 40.

Die Mitarbeitermoral erholt sich von jüngsten Tiefstständen, so eine neue globale Umfrage des HR-Softwareanbieters BambooHR. Die Umfrage, die Daten von 51.000 Mitarbeitern analysierte, ergab, dass der Employee Net Promoter Score (eNPS) zwischen Januar und Juni 2024 auf 40 stieg. Dies ist das stärkste erste Halbjahr seit 2023 und beendet eine vierjährige Abwärtsspirale.
BambooHR meldete einen Anstieg des eNPS um 4,4 % im Jahresvergleich während des Berichtszeitraums, der die typischen saisonalen Zuwächse übertraf. Der Index hob auch eine Korrelation zwischen Mitarbeiterzufriedenheit und Bindung hervor. Unternehmen mit höheren eNPS-Werten verlieren 46 % weniger Mitarbeiter als ihre weniger zufriedenen Pendants, was durchschnittlich 18 Abgänge weniger pro 100 Mitarbeiter jährlich bedeutet.
Die Umfrage identifizierte unterschiedliche Zufriedenheitsniveaus basierend auf der Betriebszugehörigkeit und dem Alter. Während neue Mitarbeiter tendenziell mit hoher Moral beginnen, erreicht die Unzufriedenheit oft ihren Höhepunkt nach zwei bis drei Jahren Beschäftigung. Mitarbeiter mit der längsten Betriebszugehörigkeit berichten jedoch im Allgemeinen über die höchste Zufriedenheit.
Signifikante Unterschiede in der Zufriedenheit wurden auch zwischen den Altersgruppen beobachtet. Die demografische Gruppe der 26- bis 30-Jährigen meldete mit 31 den niedrigsten eNPS, ein bemerkenswerter Unterschied im Vergleich zur Gruppe der 51- bis 60-Jährigen. Während männliche Mitarbeiter immer noch eine höhere Zufriedenheit als weibliche Mitarbeiter berichten, hat sich diese geschlechtsspezifische Lücke verringert.
Die Erholung der Mitarbeiterzufriedenheit ist jedoch nicht in allen Branchen einheitlich. Der Technologiesektor, der zuvor eine Spitzenposition bei der Zufriedenheit einnahm, ist unterdurchschnittlich geworden. Dieser Trend wird auf Faktoren wie Massenentlassungen und die Auswirkungen künstlicher Intelligenz in der Branche zurückgeführt. Unternehmen wie Meta haben erhebliche Personalabbauten vorgenommen, was mit zunehmend negativer Stimmung hinsichtlich der Rolle von KI am Arbeitsplatz zusammenfällt.