Endava plc sieht sich Sammelklage wegen Bilanzierungsfragen gegenüber
Nach einem deutlichen Kurseinbruch im September 2026 wurde gegen Endava plc eine Sammelklage eingereicht. Vorwurf: Das Unternehmen soll Anleger über interne Kontrollen und Buchhaltungspraktiken getäuscht haben.

Gegen den IT-Dienstleister Endava plc wurde vor einem US-Gericht eine Sammelklage eingereicht, die dem Unternehmen die Verbreitung irreführender Informationen im Zeitraum von September 2025 bis September 2026 vorwirft. Im Zentrum der Klage stehen Mängel bei der internen Rechnungslegung und deren Auswirkungen auf die finanzielle Berichterstattung.
Der Rechtsstreit wurde durch eine Ankündigung am 21. September 2026 ausgelöst, in der das Unternehmen die Beurlaubung von Finanzvorstand Mark Thurston bekannt gab. Hintergrund waren Bedenken externer Prüfer hinsichtlich der buchhalterischen Erfassung von Kunden- und Lieferantenverträgen. Die Aktie von Endava reagierte auf diese Nachricht mit einem Einbruch um 24,37 Prozent.
Laut Klageschrift habe das Management die Anleger über den Zustand der internen Kontrollmechanismen im Unklaren gelassen. Diese Versäumnisse führten unter anderem zu Verzögerungen bei der Veröffentlichung der Finanzergebnisse für das Geschäftsjahr 2026.
Betroffene Investoren, die während des fraglichen Zeitraums Aktien erworben haben, können sich bis zum 30. November 2026 melden, um als Klägervertreter im Verfahren aufzutreten.