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Bauwesen

Energieversorger benötigen 535 Milliarden Euro für regionale Energiewende bis 2045

Eine Studie im Auftrag der KfW prognostiziert, dass Energieversorger bis 2045 insgesamt 535 Milliarden Euro in regionale Strom-, Gas- und Wärmenetze investieren müssen. Es wird eine Finanzierungslücke von 346 Milliarden Euro erwartet.

9. Oktober 2026
Energieversorger benötigen 535 Milliarden Euro für regionale Energiewende bis 2045

Energieversorgungsunternehmen stehen vor erheblichen finanziellen Herausforderungen bei der Umsetzung der regionalen Energie- und Wärmewende. Eine von der KfW bei PwC Deutschland in Auftrag gegebene Studie beziffert den Investitionsbedarf in Strom- und Gasverteilnetze sowie die netzgebundene Wärmeversorgung bis 2045 auf insgesamt 535 Milliarden Euro. Der Großteil dieser Investitionen, etwa zwei Drittel, wird bis zum Jahr 2035 anfallen, wenn die jährlichen Ausgaben ihren Höhepunkt erreichen dürften.

Die Unternehmen und ihre Eigentümer müssen ihre Finanzierungsstrategien überdenken. Aus eigener Kraft können sie voraussichtlich nur rund ein Viertel des Bedarfs decken. Weitere zehn Prozent könnten durch Zuschüsse und Baukostenzuschüsse finanziert werden. Dies hinterlässt eine Finanzierungslücke von 346 Milliarden Euro, was 65 Prozent des Gesamtbedarfs entspricht. Diese Lücke muss durch neues Eigenkapital (geschätzt 47 Milliarden Euro) und Fremdkapital (299 Milliarden Euro) geschlossen werden.

Die größten Finanzierungsbedarfe entstehen in den kommenden zehn Jahren. Bis 2035 werden zusätzlich rund 40 Milliarden Euro Eigenkapital und 218 Milliarden Euro Fremdkapital benötigt. Die Berechnungen gehen davon aus, dass die Unternehmen eine Eigenkapitalquote von mindestens 25 Prozent aufrechterhalten.

Die Studie zeigt, dass fast alle Unternehmen zusätzliches Eigenkapital und deutlich mehr Fremdkapital benötigen werden. Neben klassischen Bankkrediten sind neue Finanzierungsinstrumente, Partnerschaften und innovative Modelle erforderlich. Eine gemeinsame Anstrengung von Kommunen, Banken, Investoren und Förderinstitutionen ist entscheidend für eine erfolgreiche Finanzierung. Insbesondere Stadtwerke, deren Gewinne oft zur Quersubventionierung kommunaler Aufgaben dienen, könnten unter Druck geraten, ebenso wie die Kreditvergabekapazitäten der Banken.

Originalquelle: kfw.de