Enhertu plus Pertuzumab zeigte 44% Reduktion des Progressionsrisikos bei HER2-positivem Brustkrebs
AstraZeneca und Daiichi Sankyos Enhertu in Kombination mit Pertuzumab zeigten eine Risikoreduktion von 44 % für Krankheitsfortschritt oder Tod in einer Phase-III-Studie für HER2-positiiven metastasierten Brustkrebs.

Veröffentlicht am 2. Juni 2025
AstraZeneca und Daiichi Sankyo haben die Ergebnisse der Phase-III-Studie DESTINY-Breast09 bekannt gegeben. Die Studie zeigte, dass die Kombination von Enhertu (Trastuzumab Deruxtecan) und Pertuzumab das progressionsfreie Überleben (PFS) im Vergleich zur Standardchemotherapie (THP) als Erstlinientherapie für Patientinnen mit HER2-positivem metastasiertem Brustkrebs signifikant verbesserte.
Die auf der Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) 2025 vorgestellten Studiendaten ergaben eine Risikoreduktion von 44 % für Krankheitsfortschritt oder Tod bei Patientinnen, die mit Enhertu plus Pertuzumab behandelt wurden, im Vergleich zu THP. Das mediane PFS in der Enhertu-Arm lag bei 40,7 Monaten gegenüber 26,9 Monaten für THP. Dies ist die erste Studie seit über einem Jahrzehnt, die verbesserte Ergebnisse im Erstlinienbereich für diese Patientengruppe zeigt.
Die objektiven Ansprechraten (ORR) waren mit der Enhertu-Kombination ebenfalls höher, nämlich 85,1 % im Vergleich zu 78,6 % für THP. Die mediane Dauer der Remission (DOR) überstieg drei Jahre bei 39,2 Monaten für Enhertu plus Pertuzumab, verglichen mit 26,4 Monaten für die THP-Gruppe. Obwohl die Daten zur Gesamtüberlebenszeit (OS) noch nicht ausgereift waren, deuten Interimsdaten auf einen Trend zugunsten der Enhertu-Kombination hin.
Klinische Prüfärzte wiesen darauf hin, dass diese Ergebnisse darauf hindeuten, dass Enhertu plus Pertuzumab zum neuen Therapiestandard für die Erstbehandlung von HER2-positivem metastasiertem Brustkrebs werden könnte, und damit einen kritischen Bedarf an früher Intervention und verbesserten Langzeitergebnissen für Patientinnen deckt.