Enhertu zeigt 72% Reduktion des progressions- oder todesrisikos gegenüber T-DM1 bei HER2-positivem Brustkrebs
AstraZenecas und Daiichi Sankyos Enhertu reduzierte das Risiko für Krankheitsprogression oder Tod um 72% im Vergleich zu Trastuzumab-Emtansin (T-DM1) bei Patienten mit HER2-positivem metastasiertem Brustkrebs in der DESTINY-Breast03 Studie.

AstraZeneca und Daiichi Sankyo haben bekannt gegeben, dass ihr HER2-gerichtetes Antikörper-Wirkstoff-Konjugat Enhertu (Trastuzumab-Deruxtecan) eine überlegene Wirksamkeit im Vergleich zu Trastuzumab-Emtansin (T-DM1) bei Patienten mit resektablem und/oder metastasiertem HER2-positivem Brustkrebs zeigte. Die Ergebnisse stammen aus der Phase-III-Studie DESTINY-Breast03, die auf dem Kongress der European Society for Medical Oncology (ESMO) vorgestellt wurden.
In einer vordefinierten Interimsanalyse zeigte Enhertu eine Reduktion des Risikos für Krankheitsprogression oder Tod um 72% gegenüber T-DM1. Das mediane progressionsfreie Überleben (PFS) wurde im Enhertu-Arm nicht erreicht, verglichen mit 6,8 Monaten im T-DM1-Arm, laut verblindeter unabhängiger zentraler Überprüfung. Das von den Prüfärzten bewertete mediane PFS betrug 25,1 Monate für Enhertu gegenüber 7,2 Monaten für T-DM1.
Die bestätigte objektive Ansprechrate (ORR) lag bei 79,7% für Enhertu im Vergleich zu 34,2% für T-DM1. Vollständige Remissionen (CR) wurden bei 16,1% der mit Enhertu behandelten Patienten beobachtet, gegenüber 8,7% im T-DM1-Arm.
Das Sicherheitsprofil von Enhertu in dieser Studie entsprach früheren Studien, es wurden keine neuen Sicherheitsprobleme identifiziert. Behandlungsbedingte interstitielle Lungenerkrankungen (ILD) oder Pneumonitis traten bei 10,5% der Patienten auf, wobei die Mehrheit von geringem Schweregrad war.
Aktualisierte Ergebnisse aus der DESTINY-Breast01 Phase-II-Studie wurden ebenfalls vorgestellt und bestätigten die Wirksamkeit und anhaltenden Ansprechraten von Enhertu bei Patienten mit zuvor behandeltem metastasiertem HER2-positivem Brustkrebs.