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Technologie

Unternehmens-KI setzt auf ergebnisbasierte Preisgestaltung und begrenzte Domänen

KI-Unternehmen wie OpenAI und Salesforce ändern ihre Preismodelle von nutzungsbasiert auf Bezahlung pro erfolgreich abgeschlossener Aufgabe. Diese Umstellung erfordert KI-Agenten, die in definierten, wertvollen Geschäftsbereichen agieren.

10. September 2026
Unternehmens-KI setzt auf ergebnisbasierte Preisgestaltung und begrenzte Domänen

Die Preisgestaltung für Unternehmens-KI durchläuft einen bedeutenden Wandel. Anstatt nach Nutzungsaufkommen (z.B. „Tokens“) abzurechnen, zahlen Kunden nun für erledigte Arbeit und erzielte Ergebnisse. Der Finanzvorstand von OpenAI hat diese Änderung vorangetrieben und schlägt „nützliche Intelligenz pro Dollar“ als Maßstab vor, wobei der Wert von KI anhand der geleisteten Arbeit und nicht des reinen Verbrauchs bemessen wird.

Diese Entwicklung ist eine logische Folge der Entkopplung von Aufwand und Wert bei KI. Branchenbeobachter weisen darauf hin, dass ein KI-Agent, der ein Problem mit geringerem Verbrauch löst und dennoch das gewünschte Ergebnis erzielt, wertvoller ist. So berechnet der Kundendienstagent Sierra eine feste Gebühr pro gelöstem Gespräch, und Salesforce meldet „Agentic Work Units“, die abgeschlossene Aufgaben messen.

Die Benutzeroberfläche verliert an Bedeutung, da sich KI auf die Erzielung von Ergebnissen konzentriert. Die Anwendung der Zukunft ist nicht mehr der Bildschirm oder die Benutzeroberfläche, sondern der KI-Agent selbst, der die Aufgaben ausführt. Salesforce hat „Claudeforce“ eingeführt, das Anthropic’s Claude-Modell in seine Plattform integriert. Dies ermöglicht die Ausführung von Vertriebsaufgaben, wie z.B. Pipeline-Überprüfungen, ohne direkten Zugriff auf die Salesforce-Anwendung.

KI-Agenten agieren oft innerhalb bestehender organisatorischer Grenzen. Große Systeme wie Salesforce für den Vertrieb und SAP für die Beschaffung spezialisieren sich auf ihre jeweiligen Domänen. Daher stellt ein einziger universeller Agent, der das gesamte Unternehmen steuert, eine erhebliche Herausforderung dar. Kurzfristig werden wahrscheinlich die Teams erfolgreich sein, die effektive Agenten aufbauen und Ergebnisse in definierten, hochwertigen Geschäftsbereichen erzielen können.

Die ergebnisbasierte Preisgestaltung kann sich zu einer Forderung nach Umsatzbeteiligung entwickeln. Wenn KI tief in Arbeitsabläufe integriert ist, kann sie auch einen Anteil an den generierten Gewinnen fordern. OpenAI hat angedeutet, dass mit dem Eintritt von KI in Bereiche wie wissenschaftliche Forschung, Medikamentenentwicklung und Finanzmodellierung die Preisgestaltung eine Beteiligung am geschaffenen Wert beinhalten könnte.

Originalquelle: inc42.com