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Deutsche Umwelthilfe fordert Stopp für neue LNG-Importverträge

Die Umweltschutzorganisation kritisiert neue Lieferverträge zwischen staatlichen Gasimporteuren und Kanada wegen Klimaschutzbedenken.

2. November 2026
Deutsche Umwelthilfe fordert Stopp für neue LNG-Importverträge

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) protestiert gegen den jüngsten LNG-Liefervertrag des bundeseigenen Importeurs SEFE mit dem kanadischen Konsortium Ksi Lisims. Das Abkommen sieht Gaslieferungen bis weit über das Jahr 2045 hinaus vor und stützt laut DUH eine fossile Infrastruktur, die nicht mit den deutschen Klimazielen vereinbar sei.

Neben SEFE hat auch der staatliche Konzern Uniper langfristige Verträge bis 2051 unterzeichnet. Die DUH bemängelt, dass diese Abnahmen die wirtschaftliche Grundlage für umstrittene Fracking-Projekte in Kanada schaffen, welche die Lebensräume indigener Bevölkerungsgruppen gefährden könnten. Die Organisation betont, dass Deutschland durch bestehende Abkommen bereits über ein ausreichendes Gasangebot verfüge.

Anlässlich des EU-Kanada-Gipfels in Montreal fordert die DUH ein Moratorium für alle weiteren fossilen Lieferverträge. Geschäftsführer Sascha Müller-Kraenner plädierte dafür, die Energiepartnerschaft mit Kanada auf grüne Energien auszurichten, statt den globalen LNG-Markt weiter auszubauen.

Originalquelle: duh.de