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Deutsche Umwelthilfe geht gegen LNG-Terminal Brunsbüttel vor

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat rechtliche Einwendungen gegen den geplanten LNG-Anleger in Brunsbüttel erhoben und kritisiert veraltete Gutachten sowie potenzielle Lärm- und Umweltschäden.

11. Juni 2026
Deutsche Umwelthilfe geht gegen LNG-Terminal Brunsbüttel vor

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat rechtliche Schritte gegen den geplanten schwimmenden LNG-Terminal in Brunsbüttel eingeleitet. Der Organisation zufolge sind die Antragsunterlagen der Deutschen Energy Terminal GmbH (DET) lückenhaft und teilweise veraltet. Grundsätzliche Bedenken bestehen hinsichtlich des Natur- und Lärmschutzes sowie der Notwendigkeit eines neuen Anlegers.

Die DUH argumentiert, dass die bestehende FSRU-Einheit (Floating Storage and Regasification Unit) bereits an einem anderen Anleger in Brunsbüttel betrieben wird, dessen Genehmigung bis Ende 2027 gilt. Ab 2027 soll ein landseitiges Terminal die FSRU ersetzen. Eine Verlagerung kurz vor Ablauf der aktuellen Genehmigung sei daher weder nachvollziehbar noch erforderlich, so die DUH. Der Betreiber wolle unter dem Deckmantel der Versorgungssicherheit dauerhafte zusätzliche Infrastruktur schaffen, ohne dass ein Bedarf nachgewiesen sei.

Besondere Sorge bereitet der DUH die mögliche Überschreitung von Lärmschutzgrenzwerten für Anwohner. Auch die naturschutzfachlichen Unterlagen werden als mangelhaft kritisiert. Sie basieren auf veralteten Daten und sind methodisch unzureichend, insbesondere bei der Bewertung der Auswirkungen auf geschützte Arten wie den Schweinswal und den Fischotter. Die DUH fordert das zuständige Landesamt für Umwelt auf, den Antrag abzulehnen.

Die Organisation bezweifelt zudem die Wirksamkeit einer als Gegenmaßnahme diskutierten, bis zu 14 Meter hohen Lärmschutzwand. Die DUH appelliert an die Behörden, dem Antrag nicht stattzugeben und warnt davor, Natur- und Lärmschutzinteressen wirtschaftlichen Überlegungen unterzuordnen. DET hat sich zu den Vorwürfen bislang nicht öffentlich geäußert.

Originalquelle: duh.de