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Verbraucher

Umwelthilfe kritisiert neues LNG-Terminal in Stade

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) kritisiert die Pläne zur Inbetriebnahme eines weiteren LNG-Terminalschiffes in Stade scharf. Die Organisation bezeichnet das Vorhaben als energiepolitisch rückschrittig und unnötig.

11. Juni 2026
Umwelthilfe kritisiert neues LNG-Terminal in Stade

Berlin – Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat die Ankündigung der bundeseigenen Deutsche Energy Terminal GmbH, ab September 2026 ein weiteres schwimmendes LNG-Terminal („Liquefied Natural Gas“) in Stade in Betrieb zu nehmen, scharf kritisiert. Die Organisation hält das Vorhaben für überflüssig und energiepolitisch rückschrittig.

DUH-Bundesgeschäftsführer Sascha Müller-Kraenner bezeichnete ein weiteres LNG-Terminal als das Letzte, was Deutschland energiapolitisch benötige. Er argumentierte, die Strategie der Bundesregierung zur Sicherung der Energieversorgung über LNG-Lieferungen sei gescheitert und habe zu einseitigen Abhängigkeiten geführt, insbesondere von den USA, von denen mehr als 90 Prozent der Importe im Vorjahr stammten. Dies mache Deutschland erpressbar. Müller-Kraenner verwies zudem auf den Krieg im Nahen Osten und die Sperrung der Straße von Hormus als Faktoren, die Versorgungsrisiken und Kosten erhöhten.

Die Umwelthilfe betonte, ein zusätzliches LNG-Terminal in Stade weise energiepolitisch in die völlig verkehrte Richtung, zumal die bereits bestehenden Terminals nur mäßig ausgelastet seien. Die DUH fordert die Bundesregierung auf, diese kostentreibenden und risikoreichen Pläne aufzugeben und das schwimmende Terminal in Stade abzusagen.

Die Inbetriebnahme des schwimmenden Terminals in Stade war ursprünglich für 2023 geplant, wurde jedoch mehrfach verschoben. Das Schiff, die „Energos Force“, soll nun mit drei Jahren Verspätung im Herbst den Betrieb aufnehmen.

Originalquelle: duh.de