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Deutsche Umwelthilfe: Parkgebühren in vielen Städten zu niedrig

Eine Abfrage der Deutschen Umwelthilfe (DUH) zeigt, dass über die Hälfte der 105 befragten Städte noch immer Parkgebühren von einem Euro pro Stunde oder weniger verlangt. Die DUH fordert eine deutliche Anhebung der Gebühren.

24. September 2026
Deutsche Umwelthilfe: Parkgebühren in vielen Städten zu niedrig

Ein Großteil der deutschen Städte setzt beim Kurzzeitparken weiterhin auf zu niedrige Gebühren. Dies geht aus einer bundesweiten Abfrage der Deutschen Umwelthilfe (DUH) unter 105 Städten hervor, die im Jahr 2025 durchgeführt wurde. In 61 der abgefragten Städte ist das Parken in kostenpflichtigen Zonen für einen Euro pro Stunde oder sogar weniger möglich. Dies stellt weiterhin eine Herausforderung für die Verkehrswende dar.

Besonders kritisch sieht die DUH das Angebot von 35 Städten, die nach wie vor eine "Brötchentaste" für kostenloses Kurzzeitparken anbieten. Darunter befinden sich auch Großstädte wie Bremen, Essen, Köln und Stuttgart. Die DUH fordert eine deutliche Anhebung der Parkgebühren, um den öffentlichen Raum wertzuschätzen und die Nutzung von Autos zu reduzieren. Der öffentliche Raum sei zu wertvoll, um ihn als Parkfläche für immer größer werdende Fahrzeuge zu verschwenden.

"Das Billigparken muss endlich gestoppt werden", so Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH. "Solange Parkgebühren bei einem Euro oder weniger bleiben, werden unzählige Menschen weiterhin für jede Fahrt das Auto nehmen." Die DUH fordert eine flächendeckende Parkraumbewirtschaftung und ein Ende des kostenlosen Parkens im öffentlichen Raum. Die Gebühr pro Stunde sollte demnach mindestens so hoch sein wie die Kosten für eine Einzelfahrt mit Bus und Bahn.

Heidelberg und Osnabrück sind die einzigen Städte, die konsequent Gebühren von mindestens drei Euro pro Stunde verlangen. Andere Städte wie Darmstadt oder Stuttgart bieten zwar höhere Tarife, jedoch nur in sehr begrenzten Bereichen. Die DUH schlägt vor, die Mehreinnahmen aus höheren Parkgebühren in den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs und von Rad- und Fußwegen zu investieren. Als Beispiel für eine lenkende Parkraumpolitik wird Paris genannt, wo für schwere SUV-Fahrzeuge bis zu 18 Euro pro Stunde anfallen können.

Originalquelle: duh.de