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Bauwesen

Umwelthilfe kritisiert Solarstandard wegen schwacher Förderbedingungen

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) kritisiert geplante Ausgestaltung des Solarstandards im Gebäudemodernisierungsgesetz. Die Organisation bemängelt schlechter werdende Förderbedingungen für Photovoltaik und warnt vor Mehrbürokratie.

16. Juni 2026
Umwelthilfe kritisiert Solarstandard wegen schwacher Förderbedingungen

Berlin – Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat am Montag, den 16. Juni 2026, die Pläne für den Solarstandard im Gebäudemodernisierungsgesetz kritisiert. Während die Einführung eines solchen Standards zur Nutzung von Dachflächen grundsätzlich begrüßt wird, bemängelt die DUH die vom Bundeswirtschaftsministerium vorgeschlagenen Verschlechterungen bei den Förderbedingungen für Photovoltaik.

Nach Ansicht der DUH könnten die Pläne, die staatlich garantierte Einspeisevergütung für Dach-Photovoltaikanlagen zu streichen, dazu führen, dass Solarstrom vom eigenen Dach in vielen Fällen unrentabel wird. Dies würde nach Einschätzung der Organisation Klimaschutzziele gefährden und Verbraucher stärker belasten. Zudem warnt die DUH vor einer erheblichen Zunahme der Bürokratie für Kommunen, die zahlreiche Anträge auf Befreiung aus wirtschaftlicher Unzumutbarkeit bearbeiten müssten.

„Der Solarstandard ist der richtige Schritt, um das große Potenzial von Gebäudedächern endlich besser für die Energiewende zu nutzen“, sagte DUH-Bundesgeschäftsführerin Barbara Metz. Sie fügte hinzu: „Was die Bundesregierung allerdings mit der einen Hand beschließt, reißt sie mit der anderen wieder ein: Wenn das Bundeswirtschaftsministerium gleichzeitig die Einspeisevergütung für Dach-PV streicht und weitere wirtschaftliche Risiken auf kleine Anlagen abwälzt, wird Solarstrom vom eigenen Dach in vielen Fällen unrentabel.“

Die DUH fordert die Bundesregierung auf, den Solarstandard mit verlässlichen Förderbedingungen abzusichern, anstatt die Dach-Photovoltaik auszubremsen. Die Organisation fordert eine frühere und ambitioniertere Einführung als derzeit geplant.

Das Gebäudemodernisierungsgesetz soll die Installation von Solaranlagen auf Wohngebäuden vorantreiben. Die Kritik der DUH richtet sich insbesondere gegen die geplanten Einschnitte bei der Vergütung für eingespeisten Solarstrom, die die Wirtschaftlichkeit für Betreiber von kleineren Anlagen beeinträchtigen könnten.

Originalquelle: duh.de