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Umweltverbände fordern Lkw-Fahrverbot in Dortmund wegen Feinstaubbelastung

Bundesumweltverbände BUND und DUH reichen Eilantrag für Lkw-Durchfahrtsverbote auf belasteten Straßen in Dortmund ein und drohen mit Klage.',

22. Juni 2026
Umweltverbände fordern Lkw-Fahrverbot in Dortmund wegen Feinstaubbelastung
Bild ist eine KI-generierte Illustration

Die Umweltverbände BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) und Deutsche Umwelthilfe (DUH) haben am Freitag, den 08.04.2005, einen Eilantrag bei der Stadt Dortmund und der Bezirksregierung Arnsberg eingereicht. Sie fordern, dass die Brackeler Straße und weitere feinstaubbelastete Straßenzüge in Dortmund bis zum 13. April für den Lkw-Durchgangsverkehr gesperrt werden.

Weiterhin sollen "alle weiteren notwendigen Maßnahmen" ergriffen werden, um die Einhaltung der seit Jahresbeginn geltenden Feinstaubgrenzwerte sicherzustellen. Mit dem Antrag unterstützen die Verbände einen Anwohner der Brackeler Straße, der in der Nähe einer Messstelle des Landesumweltamtes lebt. Dortmund ist die vierte Stadt in Deutschland, die den Grenzwert für Feinstaub 35 Mal überschritten hat, nach München, Stuttgart und Düsseldorf.

Dr. Werner Reh, Verkehrsexperte des BUND, erklärte: "Die Zeit des Abwartens ist vorbei. Die Behörden haben jetzt zu handeln." Er betonte, dass die Bürger ein Recht auf saubere Luft hätten. Sollten die Behörden dem Antrag nicht fristgerecht nachkommen, kündigte DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch an, "unverzüglich Klage einzureichen und wirkungsvolle Sofortmaßnahmen juristisch durchzusetzen."

Die Umweltverbände betonen, dass die Maßnahmen gegen den Lkw-Durchgangsverkehr nicht auf die Brackeler Straße beschränkt bleiben dürfen, sondern mehrere Straßenzüge umfassen müssten. Andernfalls würde das Problem nur auf andere Straßen wie die B 1 verlagert. Sie fordern ein verbindliches Lkw-Routenkonzept, das den fernstraßenähnlichen Ausweichverkehr von den Autobahnen fernhält und den Ziel- und Quellverkehr stadverträglich regelt.

BUND und DUH appellierten an die Arnsberger Regierungspräsidentin Renate Drewke, sich ein Beispiel an Düsseldorf zu nehmen. Dort hätten erste Erfolge des Lkw-Durchfahrtsverbots stattgefunden und flächendeckende Fahrverbote für Dieselfahrzeuge ohne Partikelfilter würden vorbereitet. Der BUND-Verkehrsexperte Reh bezeichnete das Düsseldorfer Modell einer Umweltzone als "durchgreifend" zur Minderung der Feinstaubbelastung und als Vorbild für Dortmund und bundesweit.

Originalquelle: duh.de