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Wissenschaft

Umwelthilfe fordert Stopp für Ölförderung vor Usedom

Ein Bündnis aus Umweltorganisationen und die Gemeinde Heringsdorf fordern den sofortigen Stopp des geplanten Ölförderprojekts „Wolin East“ des kanadischen Unternehmens Central European Petroleum (CEP) vor Usedom und Wollin.

13. Oktober 2026
Umwelthilfe fordert Stopp für Ölförderung vor Usedom

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) warnt gemeinsam mit einem breiten Bündnis aus Umweltorganisationen wie WWF und BUND sowie der Gemeinde Heringsdorf und polnischen Partnern vor den schwerwiegenden Folgen des geplanten Ölförderprojekts „Wolin East“ des kanadischen Unternehmens Central European Petroleum (CEP) vor den Inseln Usedom und Wollin.

Das Vorhaben sieht vor, sechs Kilometer vor der Küste Usedoms Öl und zukünftig auch Erdgas zu fördern. Die geplante Förderdauer bis in die 2060er-Jahre wird von Umweltschützern als klarer Verstoß gegen Klimaziele kritisiert. Besondere Sorge bereitet die Gefahr eines Unfalls, bei dem täglich bis zu 3.300 Tonnen Rohöl austreten könnten. Dies bedrohe das sensible Ökosystem der angrenzenden Natura2000-Gebiete und den vom Aussterben bedrohten Ostsee-Schweinswal.

Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH, bezeichnete die Pläne als „nicht hinnehmbar“ und kritisierte, dass der Konzern die Umweltrisiken herunterspiele. Die Bürgermeisterin von Heringsdorf, Laura Marisken, betonte die Bedeutung der einzigartigen Natur für den Tourismus und äußerte Sorge über irreversible Umweltschäden.

Die Organisationen haben im Rahmen der grenzüberschreitenden Umweltverträglichkeitsprüfung Stellungnahmen eingereicht und fordern die zuständigen deutschen und polnischen Behörden auf, das Projekt zu stoppen. Sie weisen darauf hin, dass die geplante Förderung im Widerspruch zu den europäischen Bemühungen um erneuerbare Energien steht, wie sie beispielsweise Polens Ausbau der Offshore-Windenergie zeige.

Originalquelle: duh.de