EPA plant Änderung, die Einblicke in Luftverschmutzung durch Rechenzentren erschwert
Die US-Umweltschutzbehörde (EPA) beabsichtigt, eine Regel zu streichen, die öffentliche Bekanntmachungen und Kommentarmöglichkeiten für bestimmte Anträge auf Luftreinluftgenehmigungen vorsieht.

Die US-Umweltschutzbehörde (EPA) plant eine Änderung, die die öffentliche Einsichtnahme in Luftverschmutzungsdaten von Industrieanlagen, einschließlich Rechenzentren, erschweren könnte. Konkret soll eine bestehende Regel gestrichen werden, die eine öffentliche Bekanntmachung und eine Beteiligungsmöglichkeit vorsieht, wenn solche Anlagen Genehmigungen für Luftemissionen beantragen.
Umweltschutzorganisationen äußern Bedenken, dass diese Maßnahme es Entwicklern von Rechenzentren und anderen Industrien ermöglichen würde, Bauvorhaben ohne vorherige Information oder Anhörung der Anwohner durchzuführen. Dies würde die Möglichkeit der betroffenen Gemeinden, Bedenken hinsichtlich potenzieller Gesundheits- und Umweltrisiken zu äußern, stark einschränken.
Die vorgeschlagene Änderung wird als Versuch interpretiert, Genehmigungsverfahren für Industrieprojekte zu beschleunigen. Kritiker befürchten jedoch, dass dies auf Kosten des öffentlichen Gesundheits- und Umweltschutzes gehen könnte, insbesondere in Regionen, in denen der Bau neuer Rechenzentren bereits auf Widerstand stößt.
Die EPA hat den Zeitplan für die Umsetzung der Regeländerung noch nicht abschließend bekannt gegeben. Die Initiative unterstreicht die anhaltende Debatte über das Gleichgewicht zwischen industrieller Entwicklung und dem Recht der Öffentlichkeit auf Partizipation bei umweltrelevanten Entscheidungen in den USA.