Epic Games CEO kritisiert Steam-Richtlinien zur KI-Kennzeichnung
Der CEO von Epic Games, Tim Sweeney, äußert erneut scharfe Kritik an der Steam-Richtlinie zur Kennzeichnung von KI-Inhalten und warnt vor einer Gefährdung der Entwickler durch Online-Gruppierungen.
Tim Sweeney, CEO von Epic Games, hat seine anhaltende Kritik an der Steam-Vorgabe zur Offenlegung von KI-generierten Inhalten bekräftigt. Sweeney warnt, dass die obligatorischen Kennzeichnungen Entwickler dazu zwingen würden, eine Art „politisches Statement“ abzugeben, was sie zur Zielscheibe von Belästigungen durch radikale Online-Gruppen mache.
Steam verlangt seit 2024 von Entwicklern die Kennzeichnung generativer KI, die bei der Erstellung von Grafiken, Texten oder Musik eingesetzt wurde. Während Valve das Vorgehen als notwendige Maßnahme zur Transparenz gegenüber den Spielern verteidigt, hält Sweeney die Regelung für verantwortungslos. Etwa 20 Prozent der Titel bei jüngsten Steam-Events nutzen bereits solche Kennzeichnungen.
Die Auseinandersetzung findet vor dem Hintergrund eines umfangreichen Updates des Epic Games Store statt, das bei Nutzern jedoch auf erhebliche technische Probleme stieß. Valve hat auf die wiederholten Vorwürfe Sweeneys bisher offiziell nicht reagiert.