Equinor und Aker BP kooperieren bei der Erschließung von Tight-Reservoirs in Norwegen
Equinor und Aker BP haben eine strategische Partnerschaft geschlossen, um die Förderung aus komplexen Tight-Gas- und Ölreservoirs auf dem norwegischen Festlandsockel zu ermöglichen.

Equinor und Aker BP starten eine Kooperation zur Erschließung von Tight-Reservoirs auf dem norwegischen Festlandsockel. Durch den Austausch von Technologien und eine stärkere Standardisierung der Betriebsabläufe wollen die beiden Unternehmen die wirtschaftliche Förderung aus diesen geologisch schwierigen Vorkommen sicherstellen.
Die norwegische Offshore-Direktion schätzt das förderbare Potenzial in diesen Tight-Formationen auf rund 2,8 Milliarden Barrel Öläquivalent. Bisher galt die Förderung aus derart dichten Gesteinsschichten als zu kostenintensiv, was die wirtschaftliche Ausbeutung der massiven Vorkommen verhinderte.
Die Zusammenarbeit zielt darauf ab, durch Skaleneffekte und gebündelte Expertise die operativen Hürden abzubauen. Dieser Schritt ist eine Reaktion auf den Bedarf, die Produktion auf dem norwegischen Festlandsockel trotz schwindender konventioneller Reserven aufrechtzuerhalten.
Ob das Projekt langfristig erfolgreich ist, wird maßgeblich von der Entwicklung effizienterer Extraktionstechnologien abhängen. Die Unternehmen planen, durch standardisierte Verfahren die Kostenstrukturen so weit zu senken, dass eine kommerzielle Erschließung in großem Stil möglich wird.