Ericsson stellt Drohnenerkennung über Mobilfunknetze vor
Ericsson hat sein Integrated Sensing and Communication (ISAC) System präsentiert, das 5G-Mobilfunkinfrastruktur zur Ortung von Flugobjekten nutzt.
Der Netzwerkausrüster Ericsson hat ein neues System namens Integrated Sensing and Communication (ISAC) vorgestellt, das Mobilfunknetze zur Überwachung des Luftraums erweitert. Das System analysiert die Reflexionen von Funksignalen, um bewegliche Objekte wie Drohnen aufzuspüren, selbst wenn diese nicht mit dem Mobilfunknetz verbunden sind.
Durch die Nutzung bestehender 5G-Standorte soll eine flächendeckende Überwachung ermöglicht werden, die besonders für den Schutz kritischer Infrastrukturen und Sicherheitsanwendungen relevant ist. Die Technologie ergänzt bestehende Radarsysteme und soll laut Ericsson eine präzise 3D-Ortung ermöglichen. Die erhobenen Daten können in externe Sicherheitssysteme integriert werden, um Einsatzentscheidungen zu beschleunigen.
Ericsson plant die Markteinführung in mehreren Phasen. Erste kommerzielle Pilotprojekte sind für 2027 vorgesehen, gefolgt von einem großflächigen Ausbau ab 2028. Frühere Testreihen, unter anderem in den USA und Europa, haben die Funktionalität des Ansatzes in verschiedenen Betriebsumgebungen nachgewiesen.