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Wissenschaft

eROSITA-Teleskop liefert tiefsten Röntgenblick auf den Himmel

Das eROSITA-Röntgen望远镜 hat seinen ersten vollständigen Himmelsdurchmusterung abgeschlossen und über eine Million Objekte enthüllt. Diese neue Karte des energiereichen Universums, mit Beiträgen von LMU-Physikern, verdoppelt die Anzahl bekannter Röntgenquellen.

24. Juni 2026
eROSITA-Teleskop liefert tiefsten Röntgenblick auf den Himmel

Das eROSITA-Röntgen望远镜 an Bord des SRG-Raumschiffs hat seinen ersten vollständigen Scan des Himmels abgeschlossen, der 182 Tage dauerte. Die resultierende Karte des heißen, energiereichen Universums enthält über eine Million Objekte und verdoppelt damit praktisch die Anzahl der Röntgenquellen, die in den 60 Jahren der Röntgenastronomie zuvor katalogisiert wurden.

„Dieses Gesamtbild des Himmels verändert die Art und Weise, wie wir auf das energiereiche Universum blicken, radikal“, sagt Peter Predehl, Principal Investigator von eROSITA am Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik. Die Erstellung der Karte war eine gewaltige Aufgabe. Dieses erste vollständige Himmelsbild von eROSITA ist etwa viermal tiefer als die vorherige Himmelsdurchmusterung des ROSAT-Teleskops vor 30 Jahren. Die meisten der neu identifizierten Quellen sind aktive galaktische Kerne in kosmologischen Entfernungen, die das Wachstum gigantischer Schwarzer Löcher im Laufe der kosmischen Zeit dokumentieren.

Forschungsgruppen der Physikalischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München sind seit 2009 an der Vorbereitung für eROSITA beteiligt. Die Forschungsgruppe Kosmologie und Strukturbildung ist für die Kreuzidentifizierung von Galaxienhaufen, die durch die eROSITA-Durchmusterung entdeckt wurden, mit ihren optischen Gegenstücken verantwortlich. Dies liefert Abstandsinformationen für Tausende von neu entdeckten Systemen. Die Forschungsgruppe Physikalische Kosmologie der LMU plant, den neuen Katalog zu nutzen, um Leerräume – große Regionen niedriger Dichte, die die großräumige Struktur des Universums definieren – zu identifizieren.

Weitere LMU-Gruppen konzentrieren sich auf die Nutzung von Simulationen zur Untersuchung der physikalischen Prozesse, die die Entstehung und Entwicklung von aktiven galaktischen Kernen und Galaxienhaufen vorantreiben. Diese Forschungsarbeiten der LMU erfolgen in enger Zusammenarbeit mit dem erweiterten eROSITA-Wissenschaftsteam, zu dem Mitglieder des Max-Planck-Instituts und anderer beteiligter deutscher Institutionen gehören. Die Vorarbeiten haben die zügige Erstellung neuer Galaxienhaufen-Kataloge, einschließlich der Rotverschiebungsdaten, ermöglicht.

Originalquelle: lmu.de