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Wissenschaft

ESS verschiebt Produktion erster Neutronen um ein Jahr wegen technischem Fehler

Die European Spallation Source (ESS) gab eine aktualisierte Zeitplanung bekannt, die die Produktion erster Neutronen um etwa ein Jahr verzögert. Grund dafür ist eine technische Störung in der Zielstation, die eine Schlüsselkomponente betraf.

26. Juli 2026
ESS verschiebt Produktion erster Neutronen um ein Jahr wegen technischem Fehler
Bild ist eine KI-generierte Illustration

Die European Spallation Source (ESS) muss die Produktion ihrer ersten Neutronen um rund ein Jahr verschieben. Grund hierfür ist eine technische Störung, die Ende 2025 in der Zielstation auftrat und eine kritische Komponente, den Moderator, beschädigte. Die ursprüngliche Zeitplanung für die ersten Neutronen wird dadurch maßgeblich beeinflusst.

ESS-Teams und Partner arbeiten an der Schadensbewertung und der Erstellung eines neuen Zeitplans. Nach Abstimmung mit dem deutschen Partner Forschungszentrum Jülich (FZJ), der für den Moderator zuständig ist, wird der Fokus nun auf die schnellstmögliche Montage und Prüfung des zweiten Moderators gelegt. "Wir werden alles daransetzen, dass Moderator 2 im letzten Quartal 2026 installiert und getestet werden kann", erklärte Kevin Jones, Direktor für Maschine und Betrieb bei ESS.

Der Moderator ist entscheidend, um Neutronen auf die für die wissenschaftlichen Instrumente benötigte Energie abzubremsen. Gleichzeitig untersucht ESS die Ursachen des Vorfalls, um zukünftige Störungen zu vermeiden. Die Arbeiten an anderen Teilen der Anlage, wie der Beschleunigerinbetriebnahme, werden fortgesetzt. Zusätzliche Zeit wird für die Optimierung von Strahlparametern genutzt.

Das Gesamtziel, Wissenschaftler bis Ende 2027 zu empfangen, bleibt bestehen, erfordert aber eine angepasste Planung. Projektleiter Andrew Kimber kündigte an, dass alle Optionen zur Beschleunigung des Prozesses geprüft werden und ein überarbeiteter Plan bis März 2026 feststehen soll.

Originalquelle: ess.eu