Estlands e-Residency-Programm präzisiert Beschränkungen für Unternehmensstruktur
Estlands e-Residency-Programm hat klargestellt, dass estnische Unternehmen keine "Nominee"-Aktionäre oder -Direktoren haben dürfen. Ziel ist die Verhinderung von Geldwäsche und Steuerhinterziehung.

Das staatlich verwaltete e-Residency-Programm Estlands hat klargestellt, dass Unternehmen, die über seine digitale Plattform gegründet werden, keine "Nominee"-Aktionäre oder -Direktoren einsetzen dürfen. Diese Klarstellung wurde auf der offiziellen Website des Programms veröffentlicht.
Die e-Residency-Initiative bietet Unternehmern weltweit eine digitale Identität, die es ihnen ermöglicht, Unternehmen aus der Ferne in Estland zu gründen und zu verwalten. Das Programm verlangt, dass die wirtschaftlich Berechtigten und die tatsächlichen Direktoren dieser Unternehmen identifizierbar sein müssen.
Das Programm, das sich an internationale Unternehmer richtet, legt Wert auf Transparenz und die Bekämpfung von Finanzkriminalität wie Geldwäsche und Steuerhinterziehung. Die Regeln schreiben vor, dass alle Aktionäre und Vorstandsmitglieder persönlich identifizierbar sein müssen, wodurch die Verwendung anonymer Unternehmensstrukturen untersagt wird.
Die offiziellen Richtlinien betonen, dass die estnische Gesetzgebung und die operativen Richtlinien des e-Residency-Programms keine Regelungen zulassen, bei denen die Kontrolle oder das Eigentum durch zwischengeschaltete Nominees verschleiert wird. Diese Haltung steht im Einklang mit den globalen Bemühungen um eine erhöhte Transparenz von Unternehmen und die Bekämpfung illegaler Finanzaktivitäten.