📣 Senden Sie uns Ihre Pressemitteilung
Seite aktualisiert sich alle 15 Minuten
Professionelle Dienstleistungen

EU AI Act: Die 4 Risikoklassen einfach erklärt

Der EU AI Act klassifiziert KI-Systeme nach Risikostufen mit strengeren Pflichten für höhere Risiken. Sanktionen reichen von Verboten und Hochrisikoanwendungen bis zu Transparenzpflichten und Systemen mit minimalem Risiko.

27. Juli 2026
EU AI Act: Die 4 Risikoklassen einfach erklärt

Die EU-KI-Verordnung (Verordnung (EU) 2024/1689), die seit August 2024 teilweise in Kraft ist und deren umfassende Geltung ab August 2026 erwartet wird, teilt Künstliche Intelligenz in vier Risikoklassen ein. Je höher das Risiko einer Anwendung, desto strenger sind die damit verbundenen Pflichten und die potenziellen Sanktionen bei Verstößen.

Der höchsten Risikostufe sind verbotene Praktiken zugeordnet, die gegen Grundrechte verstoßen. Dazu zählen beispielsweise Social Scoring durch Behörden und manipulative KI-Techniken. Bei Verstößen drohen Strafen von bis zu 35 Millionen Euro oder 7 Prozent des weltweiten Jahresumsatzes.

Hochrisiko-KI-Systeme, wie sie in der Personalauswahl, bei Kreditwürdigkeitsprüfungen oder für kritische Infrastrukturen eingesetzt werden, unterliegen strengen Anforderungen. Dazu gehören umfassendes Risikomanagement, die Qualität der Trainingsdaten, Transparenz und menschliche Aufsicht. Verstöße gegen diese Pflichten können mit Bußgeldern von bis zu 15 Millionen Euro oder 3 Prozent des weltweiten Jahresumsatzes geahndet werden.

Systeme mit begrenztem Risiko müssen transparent sein, sodass Nutzer erkennen, wann sie mit KI interagieren oder KI-generierte Inhalte (wie Deepfakes) konsumieren. Die meisten alltäglichen KI-Anwendungen, etwa Spam-Filter und Empfehlungssysteme, fallen in die Kategorie des minimalen Risikos und sind von den speziellen Pflichten des KI-Gesetzes weitgehend ausgenommen. Darüber hinaus verlangt Artikel 4 ein grundlegendes KI-Verständnis für alle Nutzer von KI-Systemen.

Originalquelle: provimedia.de