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Technologie

EU schlägt neues Gesetz zur Einschränkung des Zugangs von Kindern zu sozialen Medien vor

Die Europäische Kommission (EG) hat den KIDS-Act vorgeschlagen, der gemeinsame Regeln zum Schutz von Kindern online und zur Einschränkung des digitalen Zugangs in der EU festlegt. Der Vorschlag verlangt von Plattformen, stärkere Schutzmaßnahmen zu implementieren und Altersverifizierungssysteme einzuführen.

18. September 2026
EU schlägt neues Gesetz zur Einschränkung des Zugangs von Kindern zu sozialen Medien vor
Bild ist eine KI-generierte Illustration

Die Europäische Kommission (EG) hat einen Gesetzesentwurf namens Keeping Internet Digital Spaces Accountable and Trustworthy (KIDS) Act vorgelegt, der darauf abzielt, Kinder online zu schützen und ihren digitalen Zugang innerhalb der Europäischen Union einzuschränken. Der Vorschlag muss noch den legislativen Prozess der EU durchlaufen, bevor er Gesetz wird.

Der Vorschlag sieht altersabhängige Beschränkungen vor, anstatt ein generelles Verbot für Minderjährige zu erlassen. Plattformen müssten stärkere Schutzmaßnahmen in ihre Dienste integrieren, Altersverifizierungssysteme nutzen und Erziehungsberechtigten mehr Kontrolle über den Zugang jüngerer Kinder gewähren. Diese neuen Regeln würden neben bestehenden EU-Gesetzen für digitale Dienste, KI und Datenschutz gelten.

Das Gesetz würde soziale Netzwerke, Videoplattformen, Online-Spiele, KI-Begleiter, allgemeine Chatbots und App-Stores abdecken. Browser oder Betriebssysteme selbst sind nicht ausdrücklich eingeschlossen, es sei denn, sie enthalten Funktionen zur Altersverifizierung. Beschränkungen würden sich gezielt auf Dienste mit risikoreichen Funktionen richten, wie z. B. die Ermöglichung von Kontakten mit unbekannten Personen oder Benutzeroberflächen, die eine kontinuierliche Nutzung fördern.

Zu den wichtigsten Bestimmungen gehören obligatorische "Safety-by-Design"-Maßnahmen. Soziale Netzwerke und Videoplattformen müssen automatische Wiedergabe verhindern, Zeitlimits festlegen und Unterbrechungen implementieren, um Schul- und Schlafenszeiten zu schützen. Empfehlungssysteme sollten die angegebenen Präferenzen eines Kindes priorisieren und eine nicht-profilbasierte Option anbieten. Standortverfolgung, Mikrofon-/Kamerazugriff und Push-Benachrichtigungen wären standardmäßig deaktiviert. Direkter Kontakt von Fremden würde eingeschränkt, und Kinder würden über Käufe informiert.

Originalquelle: medianama.com