EU schränkt Satellitenbilder von Irans Kriegsregion auf US-Anfrage ein
Die Europäische Union verzögert die Veröffentlichung von Satellitenbildern der Seewege nahe der Straße von Hormus um 24 Stunden. Die Maßnahme entspricht einer Anfrage der US-Regierung und betrifft das Erdbeobachtungsprogramm Copernicus.

Brüssel – Die Europäische Union beginnt, die Veröffentlichung von Satellitenbildern, die Schifffahrtsrouten in der Nähe der Straße von Hormus zeigen, um 24 Stunden zu verzögern. Diese Entscheidung folgt auf eine Anfrage der US-Regierung und beeinträchtigt die offene Datenpolitik des europäischen Erdbeobachtungsprogramms Copernicus.
Die Einschränkung betrifft Bilder, die von den Satelliten Sentinel-1 und Sentinel-2 der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) aufgenommen wurden. Sie bezieht sich speziell auf die Region des Golfs von Oman, zu der die wichtigen Schifffahrtswege zur und von der umstrittenen Straße von Hormus gehören. Die Änderung wurde in einer Entscheidung des Rates der EU vom 13. Juli bekannt, wie Space News berichtete.
Laut Space News hatte die US-Regierung die Einschränkung erstmals am 26. Mai beantragt. Diese Anfrage erfolgte während einer Phase erhöhter Spannungen und eines brüchigen Waffenstillstands in der Region, der am 8. April begann und am 8. Juli endete. Nach Ende des Waffenstillstands nahmen die US-Streitkräfte militärische Schläge wieder auf.
Diese Verzögerung bei der Datenverfügbarkeit für ein strategisch sensibles Gebiet dürfte die maritime Überwachung und die Bewertung regionaler Aktivitäten beeinträchtigen. Internationale Beobachter verfolgen die Auswirkungen auf das Verständnis und die Bewältigung möglicher Eskalationen im Golf.