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EU-Nachhaltigkeitsberichterstattung betrifft Lohn- und HR-Funktionen

Die EU-Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen (CSRD) schreibt eine detaillierte Datenerfassung und Berichterstattung über ökologische, soziale und Governance-Faktoren vor.

1. Oktober 2026
EU-Nachhaltigkeitsberichterstattung betrifft Lohn- und HR-Funktionen

Helsinki – Neue EU-Vorschriften zur Nachhaltigkeitsberichterstattung, insbesondere die Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen (CSRD), werden erhebliche Auswirkungen auf Lohn- und HR-Funktionen in Organisationen haben. Die schrittweise umgesetzte Richtlinie verpflichtet Unternehmen, detailliertere und vergleichbarere Daten zu ihrer Nachhaltigkeitsleistung zu liefern.

Die CSRD erweitert die Berichtspflichten schrittweise auf Unternehmen unterschiedlicher Größe. Während nicht alle Unternehmen direkt berichtspflichtig sind, müssen kleinere Unternehmen möglicherweise Daten als Teil der Lieferketten größerer, berichtspflichtiger Unternehmen bereitstellen. Die Europäische Kommission hat auch einen freiwilligen, vereinfachten Berichtsstandard (VSME) für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) eingeführt, um deren Reaktion auf Datenanfragen von größeren Partnern zu erleichtern.

Zu den wichtigsten Berichterstattungsbereichen gehören ESRS S1 (Eigene Belegschaft), ESRS S2 (Arbeitnehmer in der Wertschöpfungskette) und ESRS G1 (Geschäftsgebaren, Menschenrechte und Ethik). HR-Abteilungen müssen Kennzahlen wie Lohnunterschiede, Schulungsvolumen, das Wohlbefinden der Mitarbeiter und die Zusammensetzung der Belegschaft melden. Informationen über Mitarbeiterzahlen, Arbeitsbedingungen sowie Arbeits- und Gesundheitsschutz können auch von kleineren Unternehmen angefordert werden.

Die verschärften Berichtsanforderungen werden voraussichtlich Verbesserungen in den HR- und Lohnprozessen erfordern. Herkömmliche Werkzeuge wie Tabellenkalkulationen werden für eine zuverlässige und prüfbare Berichterstattung wahrscheinlich nicht mehr ausreichen. Organisationen müssen strukturierte Datenerfassungsprozesse entwickeln und HR- und Lohnsysteme einführen oder aufrüsten, die die erforderliche Berichterstattung bewältigen können. Auch ein Wandel der Unternehmenskultur wird entscheidend sein, da die Integration von Nachhaltigkeitsprinzipien in Rekrutierungs-, Einarbeitungs- und Leistungsmanagementpraktiken voraussichtlich zunehmen wird.

Finago betont, dass insbesondere KMU sich auf eine verbesserte Datenerfassung vorbereiten sollten, da ihre Informationen möglicherweise weiter oben in der Wertschöpfungskette angefordert werden. Investitionen in strukturiertes HR-Datenmanagement und skalierbare Technologielösungen werden voraussichtlich sowohl bei der Einhaltung von Vorschriften als auch bei der zukünftigen Wettbewerbsfähigkeit Vorteile bringen.

Originalquelle: finago.com