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EU-Taxonomie verabschiedet, Nordea prüft nächste Schritte

Die Europäische Kommission hat endgültige Kriterien für grüne Investitionen verabschiedet. Nordea prüft nun, wie die Taxonomie die nachhaltige Finanzierung gestalten wird.

24. September 2026
EU-Taxonomie verabschiedet, Nordea prüft nächste Schritte

Die Europäische Kommission hat ihre endgültigen Screening-Kriterien für die EU-Taxonomie verabschiedet, einen Rahmen zur Klassifizierung grüner Investitionen. Diese Regeln, das Ergebnis jahrelanger wissenschaftlicher Arbeit, zielen darauf ab, Kapital in nachhaltigere Aktivitäten zu lenken, die Transparenz zu erhöhen und "Greenwashing" zu bekämpfen.

Die Taxonomie ist eine zentrale Komponente des EU-Aktionsplans für nachhaltige Finanzierung und stellt den ersten Versuch dar, ein einheitliches Klassifizierungssystem für grüne Investitionen zu schaffen. Gemäß den Regeln muss eine Tätigkeit zumindest eines von sechs Umweltzielen – Klimaschutz, Anpassung an den Klimawandel, nachhaltige Nutzung von Wasser- und Meeresressourcen, Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft, Verhinderung und Kontrolle von Umweltverschmutzung oder Schutz gesunder Ökosysteme – wesentlich fördern, ohne andere Ziele erheblich zu beeinträchtigen.

Der Prozess war von erheblichen politischen Debatten geprägt, insbesondere hinsichtlich der Energiekriterien. Die Verabschiedung der endgültigen Regeln verzögerte sich, und die Kommission beschloss später, einen separaten delegierten Rechtsakt für bestimmte Sektoren, einschließlich Landwirtschaft und Energie, zu verabschieden.

Experten der Nordea Bank Abp, darunter Jacob Michaelsen und Marco Kisic, haben die verabschiedeten Regeln kommentiert. Michaelsen bezeichnet die Taxonomie als "eine gewaltige Arbeit". Kisic betont, dass die Regeln "dringend benötigte Klarheit" für Investoren und Unternehmen schaffen. Insbesondere Artikel 8 verlangt von finanziellen und nicht-finanziellen Organisationen, ab 2022 über ihre Einhaltung der Taxonomie zu berichten.

Originalquelle: nordea.com