EU warnt TikTok: Kinderschutz darf keine Wahlmöglichkeit sein
Die Europäische Kommission hat TikTok vorläufige Ergebnisse gemäß dem Digital Services Act mitgeteilt. Die EU-Behörde fordert standardmäßig verbesserte Schutzmaßnahmen für Minderjährige auf der Videoplattform.

Die Europäische Kommission hat TikTok Bedenken hinsichtlich des Schutzes von Minderjährigen auf seiner Video-Plattform mitgeteilt. Vorläufige Feststellungen wurden am Montag im Rahmen des Digital Services Act (DSA) bekannt gegeben, die spezifische Problembereiche aufzeigen.
Die Kommission schlägt vor, dass TikTok die Standardeinstellungen für die Konten von Minderjährigen ändern sollte. Konkret sollte der von Teenagern veröffentlichte Inhalt nur für eine Liste genehmigter TikTok-Nutzer sichtbar sein, und solche Inhalte sollten anderen im "Für dich"-Feed nicht empfohlen werden. Die EU stellte zudem fest, dass selbst private Konten über die "Folgen"-Listen anderer Nutzer entdeckt werden können.
Die Bedenken umfassen auch die Rolle des Algorithmus bei der potenziellen Exposition von Minderjährigen gegenüber schädlichen Inhalten. Die EU hinterfragt die Maßnahmen von TikTok, um minderjährige Nutzer vor unangemessenen Inhalten oder gezielter Werbung zu schützen.
TikTok hat eine Frist erhalten, um auf die Punkte der Kommission zu antworten. Werden diese Bedenken nicht ausgeräumt, könnten weitere Maßnahmen durch die EU folgen, einschließlich möglicher Geldstrafen oder anderer im Digital Services Act vorgeschriebener Schritte.