📣 Senden Sie uns Ihre Pressemitteilung
Seite aktualisiert sich alle 15 Minuten
Gesundheit

Eurobarometer: Fast die Hälfte der EU-Bürger von psychischen Problemen betroffen

Eine neue Eurobarometer-Umfrage zeigt, dass 46 Prozent der EU-Bürger im vergangenen Jahr psychische oder emotionale Probleme hatten. In Deutschland lag der Wert bei 57 Prozent.

16. Juni 2026
Eurobarometer: Fast die Hälfte der EU-Bürger von psychischen Problemen betroffen

Brüssel – Fast die Hälfte der Bürger in der Europäischen Union, genau 46 Prozent, hat in den letzten zwölf Monaten nach eigener Angabe psychische, psychosoziale oder emotionale Probleme erlebt. Dies geht aus einer aktuellen Eurobarometer-Umfrage hervor. In Deutschland war dieser Anteil mit 57 Prozent deutlich höher.

Die Umfrage legt nahe, dass externe Ereignisse wie die Corona-Pandemie, der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine, der Klimawandel sowie gestiegene Energie- und Lebensmittelpreise die psychische Gesundheit erheblich beeinträchtigt haben. 62 Prozent der EU-Bürger gaben an, dass diese Faktoren ihr Wohlbefinden „etwas“ oder „stark“ beeinflusst haben. Die Ergebnisse basieren auf einer Befragung von 26.501 Personen aus allen 27 EU-Mitgliedstaaten, die im Juni durchgeführt wurde.

Die Erhebung ergab zudem, dass mehr als die Hälfte (54 Prozent) der von psychischen Problemen Betroffenen keine professionelle Hilfe in Anspruch genommen hat. Die Studie differenziert jedoch nicht, ob dies auf mangelnde Angebote oder auf die Entscheidung der Betroffenen zurückzuführen ist, keine Hilfe zu suchen.

Deutschland liegt bei diesem Indikator leicht unter dem EU-Durchschnitt. Hierzulande gab 49 Prozent der Betroffenen an, keine professionelle Hilfe erhalten zu haben. Von jenen, die Hilfe suchten, erhielten 22 Prozent Unterstützung von ihrem Hausarzt, 12 Prozent von einem Psychologen und 17 Prozent aus dem psychiatrischen Bereich.

Die Bedeutung der psychischen Gesundheit wird von der Mehrheit der Befragten anerkannt: 89 Prozent halten die Förderung der psychischen Gesundheit für ebenso wichtig wie die der körperlichen Gesundheit. Allerdings ist weniger als die Hälfte der Befragten der Meinung, dass Menschen mit psychischen Gesundheitsproblemen tatsächlich die gleiche Versorgung erhalten wie Menschen mit körperlichen Leiden.

Originalquelle: mdr.de