Nachfrage nach Klimaanlagen in Europa steigt mit Hitzewellen
Europa verzeichnet eine steigende Nachfrage nach Klimaanlagen, da Hitzewellen häufiger auftreten. Die Internationale Energieagentur prognostiziert eine weite Verbreitung bis 2050.

Europa erlebt eine steigende Nachfrage nach Klimaanlagen, da Hitzewellen und hohe Temperaturen Verbraucher dazu veranlassen, Kühlungslösungen in Betracht zu ziehen. Ende Juni kam es in Frankreich Berichten zufolge zu Szenen, in denen Käufer in Geschäfte stürmten, um Ventilatoren und Klimaanlagen zu erwerben, bevor die Bestände aufgebraucht waren.
Die Internationale Energieagentur (IEA) prognostiziert, dass bis 2050 fast zwei Drittel der weltweiten Haushalte eine Klimaanlage besitzen könnten. In Europa ist die Verbreitung von Klimaanlagen deutlich geringer als in den Vereinigten Staaten, wo etwa 90 Prozent der Haushalte diese nutzen. In Großbritannien verfügen nur etwa 4 Prozent der Haushalte über eine Klimaanlage.
Das Streben nach Klimatisierung ist politisch umstritten. Einige Politiker haben versprochen, die Installation in Neubauten zu fördern, während andere Bedenken hinsichtlich des Energieverbrauchs und möglicher sozialer Ungleichheiten äußern.
Über den reinen Komfort hinaus wird Klimaanlagen eine Bedeutung für die Produktivität bei Hitze zugeschrieben. Forschungen deuten darauf hin, dass sie die Arbeitseffizienz verbessern, Kindern die Konzentration in Schulen erleichtern und potenziell Leben retten können, indem sie hitzebedingte vorzeitige Todesfälle, insbesondere bei älteren Menschen, reduzieren.