Europäische Verbraucher misstrauen chinesischen Routern
Eine YouGov-Umfrage in 14 Ländern zeigt, dass europäische Verbraucher chinesischen, russischen und US-amerikanischen Routerherstellern misstrauen. Die Herkunft der Geräte ist oft unklar.

Eine repräsentative YouGov-Umfrage unter mehr als 16.000 Teilnehmern in 14 europäischen Ländern hat ergeben, dass Verbraucher chinesischen, russischen und US-amerikanischen Routerherstellern mit deutlichem Misstrauen begegnen. Gleichzeitig besteht oft Unklarheit über die tatsächliche Herkunft der Geräte.
Die Umfrage ergab, dass 52 Prozent der Befragten chinesischen Herstellern misstrauen. Bei russischen Anbietern lag die Zahl bei 67 Prozent, bei Herstellern aus den USA bei 38 Prozent. Lediglich 11 Prozent der Teilnehmer äußerten Misstrauen gegenüber europäischen Routerherstellern. Dies spiegelt sich auch in Deutschland wider, wo 58 Prozent chinesischen Anbietern misstrauen.
Ein wesentlicher Befund ist die mangelnde Kenntnis über die Herkunft von Routern. Nur 14 Prozent der Befragten wussten, dass TP-Link aus China stammt. Fast die gleiche Anzahl hielt das Unternehmen fälschlicherweise für europäisch. Auch bei Geräten, die über Internetanbieter gemietet werden, vermuten viele Nutzer fälschlicherweise eine europäische Herstellung, selbst wenn dies nicht der Fall ist.
Die Ergebnisse deuten auf ein gesteigertes Sicherheitsbewusstsein und eine mögliche Präferenz für lokal produzierte Produkte hin. Die geringe Transparenz bezüglich der Herkunft könnte sich auf die Kaufentscheidungen der Verbraucher auswirken.