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Gesundheit

Europas Hitzewellen sind Generalprobe für die Zukunft, so die WHO

Der Regionaldirektor der WHO für Europa warnt, dass die aktuellen Hitzewellen in der Region eine Vorschau auf das Kommende darstellen. Er betont die Bedeutung von Präventivmaßnahmen und der Stärkung von Aktionsplänen.

13. Juli 2026
Europas Hitzewellen sind Generalprobe für die Zukunft, so die WHO

Die Gesundheitssysteme in ganz Europa stehen aufgrund anhaltender Hitzewellen unter erheblichem Druck. Dr. Hans Henri P. Kluge, WHO-Regionaldirektor für Europa, berichtete, dass mehrere Städte einen Anstieg der medizinischen Notrufe und Krankenhausaufenthalte um bis zu 50 % verzeichneten. In Spanien wurden in nur wenigen Tagen über 300 hitzebedingte Todesfälle geschätzt.

Die WHO warnt, dass sich die Europäische Region mehr als doppelt so schnell erwärmt wie der globale Durchschnitt. Hitzewellen sind keine isolierten Ereignisse mehr, sondern wiederkehrende Krisen, die häufiger, stärker und länger andauern. „Jeder Sommer, den wir uns nicht darauf vorbereiten, ist ein Sommer, den wir mit Leben bezahlen“, sagte Kluge in einer Erklärung.

Die Prävention hat sich jedoch als wirksam erwiesen. Schätzungen aus dem Jahr 2023 zeigen, dass die hitzebedingten Todesfälle ohne bereits bestehende Anpassungsmaßnahmen um etwa 80 % höher gewesen wären. Bei Personen ab 80 Jahren hätte die Sterblichkeit doppelt so hoch sein können. Maßnahmen wie Wärme- und Gesundheitsaktionspläne, Frühwarnsysteme, Kühlräume und die Kontaktaufnahme mit gefährdeten Bevölkerungsgruppen retten Leben.

Die WHO/Europa wird nationale Kontaktstellen einberufen, um aus den gewonnenen Erkenntnissen und zukünftiger Vorbereitung als „Generalprobe“ für kommende wärmere Sommer zu diskutieren. Die Organisation hat außerdem ihre Richtlinien aktualisiert und bietet Werkzeuge für alle Länder, Regionen und Städte, um umfassende Wärme- und Gesundheitsaktionspläne umzusetzen.

Originalquelle: who.int