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Fertigung

Europäische Schienengüterverkehrskooperation sichert Rohstoffversorgung

RCG, voestalpine und SŽ-Tovorni promet verstärken die Zusammenarbeit, um den Rohstofftransport vom Hafen Koper nach Österreich trotz Kapazitätsengpässen durch Bauarbeiten zu gewährleisten.

3. September 2026
Europäische Schienengüterverkehrskooperation sichert Rohstoffversorgung

Wien, Österreich – Die ÖBB Rail Cargo Group (RCG), voestalpine und SŽ-Tovorni promet, die Güterverkehrstochter der slowenischen Bahn Slovenske železnice, intensivieren ihre Kooperation zur Sicherung der europäischen Rohstoffversorgung für die Industrie. Die Unternehmen betonen, wie eine enge grenzüberschreitende Zusammenarbeit die Bahnlogistik trotz wachsender Belastungen der Infrastruktur aufrechterhalten kann.

Der Transport von Rohstoffen vom Hafen Koper in Slowenien zu den voestalpine-Stahlwerken in Linz und Donawitz in Österreich dient als Beispiel für resiliente Logistik. Im Jahr 2025 wurden über Koper rund 3,1 Millionen Tonnen Rohstoffe transportiert. Die RCG befördert jährlich etwa 8,5 Millionen Tonnen Rohmaterialien für voestalpine, darunter Eisenerz, metallurgische Kohle und HBI (Hot Briquetted Iron).

Der internationale Schienengüterverkehr steht vor wachsenden Herausforderungen durch gleichzeitige Bauprojekte, Streckensperrungen und Kapazitätsengpässe. Auch Modernisierungsarbeiten an Grenzbahnhöfen wie Jesenice tragen zu diesen kurzfristigen Schwierigkeiten bei, obwohl sie langfristig der Verbesserung der Infrastruktur dienen sollen.

Um diese Probleme zu bewältigen, koordinieren die Unternehmen Kapazitäten, Rollmaterial, Personal und alternative Routen. Der Einsatz von interoperablen Lokomotiven hat die Bearbeitungszeit von Zügen am Grenzbahnhof Jesenice von rund zwei Stunden auf maximal 30 Minuten verkürzt. Die drei Partner fordern zudem eine stärkere europäische Koordination der Infrastrukturplanung, harmonisierte Standards und vereinfachte Grenzverfahren.

voestalpine hebt hervor, dass eine ununterbrochene Rohstoffversorgung für die stabile Stahlproduktion unerlässlich ist, insbesondere im Hinblick auf die bevorstehende Initiative "greentec steel". Die Unternehmen sind überzeugt, dass verstärkte Kooperation und eine bessere europäische Abstimmung entscheidend für die Sicherung der industriellen Wettbewerbsfähigkeit und der Widerstandsfähigkeit der Lieferketten sind.

Originalquelle: news.europawire.eu