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Wissenschaft

European Spallation Source erhält Genehmigung zur Neutronenproduktion

Die schwedische Strahlenschutzbehörde (SSM) hat der European Spallation Source (ESS) die Genehmigung erteilt, die Neutronenproduktion und umfassende Tests im späteren Jahresverlauf aufzunehmen. Diese Genehmigung stellt einen bedeutenden Meilenstein im Lizenzierungsprozess der Anlage dar.

26. Juli 2026
European Spallation Source erhält Genehmigung zur Neutronenproduktion
Bild ist eine KI-generierte Illustration

Die European Spallation Source (ESS) hat von der schwedischen Strahlenschutzbehörde (SSM) die Genehmigung zur Produktion von Neutronen erhalten. Diese Erlaubnis ermöglicht den Beginn umfassender, neutronenbasierter Tests im späteren Jahresverlauf. Die Genehmigung ist ein entscheidender Schritt im gestuften Lizenzierungsverfahren der ESS und bestätigt die Bereitschaft der Anlage für die nächste Phase des wissenschaftlichen Betriebs.

Nach eingehender Prüfung hat die SSM festgestellt, dass die ESS die notwendigen Voraussetzungen erfüllt, um die Neutronenproduktion aus strahlenschutztechnischer Sicht sicher aufzunehmen. Diese Entscheidung ist der Höhepunkt einer über ein Jahrzehnt andauernden Arbeit und unerlässlich für den zukünftigen Betrieb der Anlage.

Mit der neuen Genehmigung kann die ESS die Inbetriebnahme des Beschleunigers fortsetzen und das geplante Inbetriebnahme-Programm für die Zielstation einleiten. Der "Beam on Target"-Betrieb, bei dem der Protonenstrahl auf die Zielstation gerichtet wird, um die ersten Neutronen zu erzeugen, wird für nächsten Winter erwartet. Die Genehmigung umfasst auch die Inbetriebnahme der Neutroneninstrumente, was die Entwicklung des wissenschaftlichen Nutzerprogramms unterstützt. Die Genehmigung ist fünf Jahre gültig, während der die SSM die Aufsicht behält. Für eine Betriebslizenz sind weitere Anträge und Prüfungen erforderlich.

Nach ihrer vollständigen Inbetriebnahme im Jahr 2028 wird die ESS die weltweit leistungsfähigste Neutronenquelle sein. Durch die Beschleunigung von Protonen auf nahezu Lichtgeschwindigkeit und deren Lenkung auf eine Wolfram-Zielstation werden durch Spallation Neutronen freigesetzt. Diese Neutronen werden dann zur Untersuchung der Atomstruktur und des Verhaltens von Materialien verwendet und eröffnen neue Forschungsmöglichkeiten in Bereichen wie Materialwissenschaft, Chemie und Biologie.

Originalquelle: ess.eu