Europäische Startups sammelten das meiste Kapital seit 2022
Europäische Startups und Scale-ups sammelten im ersten Halbjahr 2026 39 Milliarden Euro an Eigenkapitalfinanzierung ein, so viel wie seit H1 2022 nicht mehr. Während die Gesamtfinanzierung gewachsen ist, ist die Anzahl großer Einzelabschlüsse gesunken, wobei kleinere Runden deutliches Wachstum verzeichneten.

Europäische Startups und Scale-ups sammelten im ersten Halbjahr 2026 (H1) 39 Milliarden Euro an Eigenkapitalfinanzierung ein. Dies ist der höchste Betrag seit dem ersten Halbjahr 2022 und entspricht 72,8 % der Gesamtinvestitionen des gesamten Jahres 2025, was auf eine deutliche Erholung bei Risikokapital hindeutet.
Trotz des allgemeinen Anstiegs der Finanzierung ist die Zahl sehr großer Einzelabschlüsse (über 100 Mio. €) zurückgegangen. Umgekehrt haben kleinere Finanzierungsrunden, insbesondere solche unter 100 Mio. €, ein signifikantes Wachstum erfahren. Diese Verschiebung deutet auf eine breitere Kapitalverteilung über eine größere Anzahl von Unternehmen hin.
Besonders dynamische Sektoren sind künstliche Intelligenz (KI), Cybersicherheit und Fintech. KI-Startups haben insbesondere erhebliche Investitionen angezogen, was den anhaltenden Boom in der KI-Entwicklung und -Anwendungen widerspiegelt. Cybersicherheit bleibt ebenfalls ein kritischer Bereich mit steigender Nachfrage nach robusten Verteidigungslösungen.
Obwohl die allgemeine Finanzierungslandschaft Erholungsanzeichen zeigt, weisen Marktanalysten darauf hin, dass das Umfeld wettbewerbsintensiv bleiben wird. Startups mit soliden Geschäftsmodellen und klarer Marktnachfrage werden voraussichtlich am besten abschneiden, wenn es um die Sicherung zukünftiger Investitionen geht.