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Technologie

Cyberangriffe auf Kühlsysteme im europäischen Einzelhandel nehmen zu

Eine Häufung von Cyberangriffen auf Kühlanlagen in Supermärkten zwingt den Handel dazu, den Fernzugriff auf kritische Infrastrukturen grundlegend neu abzusichern.

3. November 2026
Cyberangriffe auf Kühlsysteme im europäischen Einzelhandel nehmen zu

Europäische Supermarktketten sind vermehrt Ziel von Cyberangriffen auf ihre Kühlsysteme geworden. Nach großflächigen Vorfällen in Frankreich, die zu erheblichen Lebensmittelverlusten führten, wurden ähnliche Angriffe nun auch aus Schweden, Belgien und Luxemburg gemeldet. Die Vorfälle verdeutlichen die wachsenden Sicherheitsrisiken durch die zunehmende Vernetzung von Betriebstechnik (OT) mit externen Dienstleistern.

Michael Ferdinandsen, CEO des Cybersicherheitsunternehmens Secomea, betont, dass Cyber-Bedrohungen im industriellen Umfeld direkte physische Auswirkungen haben. Da Kühlsysteme häufig über Jahrzehnte im Einsatz sind, wurden sie ursprünglich nicht für die aktuellen Anforderungen an Konnektivität und Cybersicherheit konzipiert. Dies macht sie zu potenziellen Einstiegspunkten für Angriffe, wenn der Fernzugriff nicht restriktiv kontrolliert wird.

Um die Betriebssicherheit zu gewährleisten, setzen Unternehmen zunehmend auf granulare Zugangskontrollen statt auf offene Netzwerkverbindungen. Durch den Einsatz spezialisierter Gateways können Techniker gezielten Zugriff auf einzelne Anlagen erhalten, während der gesamte Prozess zentral protokolliert wird. Dieses Modell findet bereits breite Anwendung, etwa bei der Überwachung von über 1.500 Standorten durch AK-Centralen, und ermöglicht eine sichere Wartung ohne die Risiken eines unkontrollierten Netzwerkzugriffs.

Originalquelle: prnewswire.com