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Gesundheit

Mehr als 50.000 Hitzetote in europäischen Städten im Sommer 2026

Eine neue Studie des Imperial College London schätzt, dass die extremen Hitzewellen des Sommers 2026 in europäischen Städten über 50.000 Todesopfer forderten. Zwei Drittel der Fälle sind laut Forschern auf den Klimawandel zurückzuführen.

23. Oktober 2026
Mehr als 50.000 Hitzetote in europäischen Städten im Sommer 2026

Forscher des Imperial College London und der London School of Hygiene & Tropical Medicine haben die Auswirkungen der Hitzewellen des Sommers 2026 in 854 städtischen Gebieten in 30 Ländern untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass dies der tödlichste Sommer seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 2000 war.

Die Wissenschaftler kombinierten Temperaturdaten mit Klimamodellen, um die Übersterblichkeit zu erfassen. Garyfallos Konstantinoudis erklärte, dass offizielle Statistiken die gesundheitlichen Gefahren durch Hitze oft unterschätzen, da sie meist nur Hitzeschläge ausweisen, während die physische Belastung des Herz-Kreislauf-Systems durch hohe Temperaturen in der Regel nicht als direkte Todesursache aufgeführt wird.

Den Analysen zufolge sind rund 32.000 der Todesfälle direkt auf den durch fossile Brennstoffe verursachten Klimawandel zurückzuführen. Die Durchschnittstemperatur des Sommers 2026 lag 2,9 Grad über dem Durchschnitt des vorangegangenen Jahrzehnts. Damit übertraf der Sommer 2026 den bisherigen Negativrekord aus dem Jahr 2022, bei dem etwa 29.000 Hitzetote verzeichnet wurden.

Clair Barnes betont, dass diese Zahlen die zunehmende Gefahr für die öffentliche Gesundheit verdeutlichen. Da Europa der Kontinent mit der schnellsten Erwärmung weltweit ist, unterstreicht die Studie die Notwendigkeit einer raschen Energiewende, um die künftige Erwärmung und ihre Folgen einzudämmen.

Originalquelle: fastcompany.com