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Fertigung

EU-Kohlemechanismus gestaltet Stahlindustrie um

Der europäische Grenzausgleichsmechanismus für CO2 (CBAM) erhöht den Druck auf Stahlproduzenten, Emissionen zu reduzieren und kohlenstoffarme Technologien einzuführen.

16. Juni 2026
EU-Kohlemechanismus gestaltet Stahlindustrie um

Brüssel. Der europäische Grenzausgleichsmechanismus für CO2 (CBAM), der im Oktober 2023 eingeführt wurde, beginnt die Herstellung von Industriegütern neu zu gestalten und wird erhebliche Auswirkungen auf die globale Stahlindustrie haben. Der Mechanismus zielt darauf ab, die Klimaneutralitätsziele der EU bis 2050 zu unterstützen.

CBAM verpflichtet Importeure, für die mit ihrer Ware verbundenen CO2-Emissionen zu bezahlen, ähnlich wie EU-Unternehmen im Rahmen des Emissionshandelssystems (ETS). Diese Maßnahme soll "Kohlenstoffaustritt" verhindern, d.h. die Verlagerung der Produktion in Länder mit weniger strengen Klimaschutzvorschriften. Sie fördert auch nachhaltigere Praktiken im Stahldektor, einem der weltweit emissionsintensivsten Industriezweige.

Der Mechanismus führt eine Preisgestaltung für die CO2-Emissionen von importiertem Stahl ein, um gleiche Wettbewerbsbedingungen zwischen EU-Herstellern und ihren globalen Wettbewerbern zu schaffen. Seit 2023 erfasst CBAM Emissionen aus dem Produktionsprozess sowie aus der zur Herstellung verwendeten Elektrizität. Ab 2026 müssen Importeure Zertifikate erwerben, um einen Teil dieser Emissionen abzudecken, in Übereinstimmung mit den EU-Emissionshandelsregeln.

CBAM treibt den Übergang zu saubereren Technologien voran, wobei europäische Stahlproduzenten mit steigenden CO2-Kosten konfrontiert sind. Während der Mechanismus EU-Stahlhersteller vor billigeren Importen mit hohen Emissionen schützt, hat sein Umfang eine Debatte ausgelöst. Ovako betont die Notwendigkeit, CBAM auf mehr nachbearbeitete Stahlprodukte, wie Zahnräder und Achsen, auszuweiten, um Kohlenstoffaustritt zu verhindern und die Wettbewerbsfähigkeit der EU zu schützen.

Die Reduzierung der Emissionen in der Stahlindustrie erfordert Investitionen in neue Technologien wie grünen Wasserstoff für die Direktreduktion (DRI) und Lichtbogenöfen (EAFs). Diese Methoden können die Umweltverschmutzung erheblich reduzieren, sind jedoch teuer und zeitaufwendig in der Umsetzung. Ovako setzt bereits zu 100 Prozent auf fossilfreie Elektrizität und entwickelt den Einsatz von fossilfreiem Wasserstoff zur Stahlheizung, was den grünen Wandel des Sektors unterstützt.

Originalquelle: ovako.com