EU-Reparaturkennzeichnung mangelhaft bei der Transparenz
Ein Jahr nach Inkrafttreten der EU-Vorschriften zur Reparierbarkeit bieten laut einem Bericht von Right to Repair Europe 82 % der neuen Smartphone-Modelle keine konformen Reparaturinformationen.

Ein Jahr nach der Einführung der EU-Vorschriften zur Reparierbarkeit von Smartphones und Tablets durch die Europäische Union besteht eine erhebliche Lücke in der Markttransparenz, wie eine neue Überprüfung der Koalition Right to Repair Europe zeigt. Die seit dem 20. Juni 2025 geltenden Regelungen sollten Verbrauchern einen besseren Zugang zu Reparaturinformationen und Ersatzteilen ermöglichen.
Die Koalition untersuchte 2.334 im vergangenen Jahr auf den Markt gebrachte Smartphone-Modelle. Ihre Ergebnisse zeigen, dass nur etwa 18 % dieser Geräte einen leicht zugänglichen Link zu Ersatzteilpreisen oder Reparaturanleitungen boten. Sage und schreibe 82 % der Produkte erfüllten nicht die geforderten Informationenoffenlegungspflichten.
Weitere Analysen ergaben, dass fast die Hälfte der untersuchten Produktaufzeichnungen keine Webadresse für Reparaturinformationen enthielt. Von denjenigen, die einen Link angaben, führten 19 % zu Seiten ohne Reparaturdokumentation oder Preise für Ersatzteile. Zusätzlich boten 8 % der Produkte nur allgemeine Aufforderungen wie „Handbuch konsultieren“ anstelle spezifischer Reparaturhinweise.
Die EU-Verordnung schreibt vor, dass innerhalb des Blocks verkaufte Smartphones wichtige Haltbarkeits- und Reparierbarkeitskennzahlen auf einem Energielabel anzeigen müssen. Verbraucher sollen einen QR-Code auf diesem Label scannen, um Zugang zu einer detaillierteren Datenbank und von Herstellern bereitgestellten Reparatur-Supportseiten zu erhalten. Der Bericht hebt spezifische Beispiele hervor, wie das Oukitel WP35 Pro, bei dem trotz einer hohen Reparierbarkeitsbewertung die bereitgestellten Links für Reparaturinformationen in der EU-Datenbank leer waren.