Ex-Sony-Manager: Entwicklungskosten für "AAA"-Spiele geraten außer Kontrolle
Der ehemalige Sony Interactive Entertainment Manager Shawn Layden erklärt, dass die Entwicklungskosten für "AAA"-Spiele außer Kontrolle geraten sind und hofft auf eine Wiederbelebung von "2A"-Titeln.

Shawn Layden, ein ehemaliger Manager bei Sony Interactive Entertainment (SIE), hat die steigenden Entwicklungskosten für sogenannte "AAA"-Spiele als nicht mehr nachhaltig bezeichnet. Er äußerte die Hoffnung, dass eine Wiederbelebung von Spielen des "2A"-Segments der Branche zugutekommen würde.
Layden verwies auf eine exponentielle Kostensteigerung bei der Spieleentwicklung über Konsolengenerationen hinweg. Während der letzten PlayStation 4-Ära seien die Kosten für die Entwicklung eines Top-Titels auf etwa 150 Millionen US-Dollar gestiegen, ohne Marketingbudgets. Für die PlayStation 5 schätzt er die Kosten auf 300 bis 400 Millionen US-Dollar, eine Summe, die er als nicht mehr tragbar erachtet.
Dieser Kostenanstieg führe dazu, dass Publisher zunehmend etablierte Marken bevorzugen und die Finanzierung von originellen Spielkonzepten zurückgeht. Layden beklagte, dass dies zu weniger einzigartigen und kreativen Spielen führe, wie es sie noch in der Ära von PlayStation 1 und 2 gab. Er merkte an, dass sich das grundlegende Distributionsmodell von Spielen seit den 1990er Jahren kaum verändert habe.
Als mögliche Lösung sieht Layden die Renaissance von "2A"-Spielen, die er als Titel zwischen AAA und Independent-Produktionen definiert. Diese Spiele werden typischerweise von kleineren Teams (unter 70 Personen) mit begrenzten Budgets entwickelt und setzen auf besondere Merkmale und kürzere, prägnante Spielerlebnisse. Als Beispiele nannte er Titel wie "Lies of P" und "RoboCop: Rogue City".