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Gesundheit

Experten zweifeln an Hepatitis-C-Elimination in Deutschland bis 2030

Das Ziel der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Hepatitis C bis 2030 zu eliminieren, scheint in Deutschland unwahrscheinlich, da der Fortschritt stockt und Experten Bedenken äußern.

18. Oktober 2026
Experten zweifeln an Hepatitis-C-Elimination in Deutschland bis 2030

Das Ziel der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Hepatitis C bis 2030 zu eliminieren, ist in Deutschland mit erheblichen Zweifeln behaftet. Trotz verfügbarer, nahezu heilender Behandlungen verlangsamt sich der Fortschritt des Landes, was bei Betroffenen Besorgnis auslöst.

Experten trafen sich kürzlich in Berlin, um die Hürden für die Eliminationsbemühungen zu erörtern. Hepatitis C, eine potenziell lebensbedrohliche Lebererkrankung, ist heute mit modernen antiviralen Therapien fast vollständig heilbar und bietet eine Eliminationsrate von nahezu 100 Prozent bei minimalen Nebenwirkungen.

Deutschland hat 2016 seine eigene „BIS 2030“-Strategie zur Bekämpfung von Infektionskrankheiten verabschiedet, die mit den Zielen der WHO übereinstimmt. Während anfängliche Fortschritte erzielt wurden, hat sich das Tempo verlangsamt. Bis zum ersten Quartal 2026 liegt Deutschland hinter der erforderlichen Anzahl von diagnostizierten und behandelten Fällen zurück, um das Eliminationsziel für 2030 zu erreichen.

Die Haupthindernisse sind nicht medizinischer, sondern systemischer Natur. Das Erreichen von Hochrisikogruppen, darunter intravenöse Drogenkonsumenten, Inhaftierte, Obdachlose und Migranten aus Ländern mit hoher Prävalenz, bleibt schwierig. Diese Gruppen stoßen oft auf Hindernisse beim Zugang zur Gesundheitsversorgung, was gezielte Outreach-Programme mit niedriger Schwelle unerlässlich macht, um verbleibende Infektionen vor der Frist 2030 zu identifizieren und zu behandeln.

Originalquelle: pharma-fakten.de