Extreme Hitze in Sachsen: Brände, Warnungen und Wetter
Sachsen leidet unter extremer Hitze mit Temperaturen über 40 Grad. Waldbrände und eine gestiegene Zahl von Patienten in Notaufnahmen prägen die aktuelle Lage.

Mitteldeutschland (MDR) berichtet über die anhaltende extreme Hitze in Sachsen, wo die Temperaturen am Sonntag voraussichtlich auf über 40 Grad Celsius steigen werden. Dies ist der fünfte Tag in Folge mit hoher Hitzebelastung, die besonders ältere und pflegebedürftige Menschen gefährdet.
Waldbrände und Löscharbeiten in Gohrischheide In der Gohrischheide kämpfen Einsatzkräfte gegen einen Waldbrand, der sich auf etwa 16 Hektar ausgedehnt hat. Die Feuerwehr meldet, dass das Feuer derzeit nicht weiter vordringt, aber die Brandbekämpfung im munitionsbelasteten Gebiet erschwert ist. Einsatzkräfte von Feuerwehr und THW erhalten Verstärkung, und Löschhubschrauber unterstützen aus der Luft. Die Einsatzleitung rechnet mit steigenden Temperaturen und böigem Wind, was die Löscharbeiten erschwert. Man hofft auf Regen, muss aber das Feuer bis dahin eingrenzen.
Gesundheitswesen und kühle Orte Die sächsische Krankenhausgesellschaft verzeichnet einen Anstieg der Patientenzahlen in Notaufnahmen um rund 20 Prozent infolge der Hitze. Experten raten dringend, direkte Sonneneinstrahlung zu meiden, ausreichend zu trinken und Innenräume kühl zu halten.
Als Reaktion auf die Hitzewelle hat die Verbrauchergemeinschaft VG Biomarkt in Dresden ihre klimatisierten Räume kostenfrei für die Öffentlichkeit geöffnet. Auch viele Kirchen in Sachsen bieten Zuflucht vor der Hitze.
Appell zur Wassereinsparung in Chemnitz Die Stadt Chemnitz appelliert an die Vernunft der Anwohner, kein Wasser aus fließenden Gewässern zu entnehmen. Die anhaltende Trockenheit und die niedrigen Wasserstände der sächsischen Gewässer machen solche Entnahmen schädlich für die Gewässerökologie.
Pflege von Kulturerbe unter Hitzebedingungen Im Muskauer Park, einer UNESCO-Welterbestätte, kämpfen die Gärtner trotz extremer Bedingungen darum, die Pflanzen zu versorgen. Neu gepflanzte Bäume erhalten zusätzliches Wasser, während die alten Bäume, darunter eine rund 420 Jahre alte Eiche, den Bedingungen trotzen müssen.