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Technologie

F-Droid kritisiert Googles Android-Entwicklerverifizierung: "Ein Virus, getarnt als harmloser Prozess"

Das Open-Source-App-Repository F-Droid hat Googles Android-Entwicklerverifizierungsmechanismus (ADV) scharf kritisiert und ihn als "einen Virus, der sich als scheinbar harmloser Prozess tarnt" bezeichnet.

4. Juli 2026
F-Droid kritisiert Googles Android-Entwicklerverifizierung: "Ein Virus, getarnt als harmloser Prozess"
Bild ist eine KI-generierte Illustration

Das Open-Source-App-Repository F-Droid hat den Android-Entwicklerverifizierungsmechanismus (ADV) von Google scharf kritisiert und ihn als "einen Virus, der sich als scheinbar harmloser Prozess tarnt" bezeichnet. Das Repository argumentiert, dass der Mechanismus unnötige Komplexität und Reibungsverluste bei der App-Distribution und -Installation verursacht.

Googles ADV-System verlangt von App-Entwicklern die Einreichung von verifizierbaren Informationen, wie z. B. amtlichen Ausweisen oder Geschäftsunterlagen, zur Identitätsprüfung, bevor ihre Apps verteilt werden können. Diese Maßnahme soll die Sicherheit im Android-Ökosystem erhöhen und die Verbreitung von Malware bekämpfen. Das System beinhaltet Ausnahmen wie die eingeschränkte Verteilung und einen komplexeren "erweiterten Umgehungsmodus" für Sideloaded-Anwendungen.

F-Droid argumentiert in einem Blogbeitrag, dass die Mehrheit der unter ADV registrierten Play-Store-Apps nicht proaktiv von den Entwicklern hinzugefügt wurde, sondern aufgrund von Play-Store-Vereinbarungen automatisch aufgenommen wurde, oft ohne ausdrückliche Zustimmung der Entwickler. Diese Situation beeinträchtigt laut F-Droid die Benutzererfahrung negativ, da sie kompliziertere Installationsschritte erzwingt.

F-Droid schlägt alternative Lösungen vor, wie z. B. die Auslösung einer Verifizierung nur dann, wenn eine App verdächtige Berechtigungen anfordert, oder die Möglichkeit für Benutzer, vertrauenswürdige Kuratoren und Zertifizierungsstellen im Voraus auszuwählen, um die App-Installationen zu vereinfachen. Das Repository hinterfragt auch Googles Definition von "Malware" und nennt als Beispiele Ad-Blocking-Filtertools, die als potenziell schädlich eingestuft wurden, wenn sie außerhalb des Play Stores vertrieben wurden.

Originalquelle: ithome.com