FACC AG verzeichnet 50 Mio. Euro Verlust durch Cyber-Betrug
Der Flugzeugkomponentenhersteller FACC AG hat einen Cyber-Betrug gemeldet, der zu einem Abfluss von rund 50 Millionen Euro an liquiden Mitteln führte.

Der österreichische Luftfahrtzulieferer FACC AG ist Opfer eines Cyber-Betrugs geworden. Das Unternehmen gab am 19. Januar 2016 bekannt, dass die Finanzbuchhaltung der Tochtergesellschaft FACC Operations GmbH Ziel von betrügerischen Aktivitäten im Bereich Kommunikation und Informationstechnologie wurde.
Nach aktuellem Stand der forensischen und strafrechtlichen Ermittlungen führte der Betrug zu einem Abfluss von rund 50 Millionen Euro an liquiden Mitteln. FACC betonte, dass die IT-Infrastruktur, Datensicherheit, Schutzrechte und das operative Geschäft des Konzerns von den kriminellen Handlungen nicht betroffen sind.
Der Vorstand von FACC hat umgehend strukturelle Maßnahmen ergriffen und prüft derzeit den entstandenen Schaden sowie mögliche Versicherungsansprüche. Sämtliche Produktions- und Entwicklungseinheiten arbeiten weiterhin uneingeschränkt und normal. Eine wirtschaftliche Bedrohung der Liquidität des Unternehmens bestehe nicht.
Über weitere Schritte wird nach Abschluss der forensischen Untersuchungen entschieden. FACC AG wird seine Ergebnisse für das dritte Quartal wie geplant morgen veröffentlichen.